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TV Askania Bernburg gegen ZFC Meuselwitz : Alles zu seiner Zeit

Lucian Mihu

Lucian Mihu

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bösener

bernburg -

Lucian Mihu, Co-Trainer beim TV Askania Bernburg, war auch am Donnerstagmittag noch zwiegespalten, ob der Leistung seines Teams am Vorabend. Im ersten Vorbereitungsspiel des Oberligisten in diesem Winter hatte es eine 1:5-Niederlage beim ZFC Meuselwitz gesetzt. „Mit dem Resultat bin ich natürlich unzufrieden“, so Mihu, „allerdings haben wir keine schlechte Partie abgeliefert.“ Schließlich sei der Regionalligist spielerisch nur bedingt besser aufgetreten.

Meuselwitz eiskalt im Bestrafen

Der entscheidende Unterschied an diesem Abend war jedoch in Sachen Chancenverwertung zu beobachten. Schon zur Pause lagen die Saalestädter mit 0:4 in Rückstand. „Der Großteil der Gegentreffer resultierte aus individuellen Fehlern“, erzählt Lucian Mihu, „Meuselwitz hat uns eiskalt bestraft.“ Vor allem bei Standards präsentierte sich Askania nicht auf der Höhe. Zum einen war dies sicherlich ein Konzentrationsproblem. Denn in den vorangegangenen Trainingseinheiten wurde keinerlei Rücksicht auf die Begegnung genommen und eine hohe Belastung abverlangt. Zum anderen standen Eckbälle und Freistöße bislang noch nicht auf dem Übungsplan der Bernburger. „Wir verfolgen das Ziel, am ersten Spieltag der Rückrunde fit zu sein“, sagt Mihu, nach dem Motto: Alles zu seiner Zeit.

Obendrein gingen die Askanen mit einer neu formierten Abwehrreihe in das Spiel. Bestandteil dieser war neben Außenverteidiger Michael Schoon, der für die Vorbereitung vom Reserve-Team befördert wurde, auch der lettische Neuzugang und Innenverteidiger Aleksejs Gilnics. „Die erste Begegnung ist nie leicht, weil Homogenität noch gar nicht gegeben sein kann“, so Mihu, „dafür war es aber in Ordnung.“ Der stellvertretende Übungsleiter sei sich sicher, dass Gilnics, der für verschiedene Auswahlmannschaften seines Heimatlandes im Einsatz war, dem Oberligisten helfen wird.

„Ergebnisse werden sich einstellen“

Besonders wichtig war am Mittwochabend zu erst einmal die Tatsache, dass überhaupt gespielt werden konnte, nach dem die zuvor geplanten Tests allesamt ausgefallen waren. „Dass wir direkt gegen einen Regionalligisten einsteigen, war logischerweise nicht vorgesehen“, weiß Lucian Mihu. Auf ein Erfolgserlebnis muss demzufolge noch gewartet werden. Die nächste Gelegenheit dazu ergibt sich am Sonnabend im Duell mit dem 1. FC Lok Stendal (siehe „Plan kurzfristig geändert“).

„Freilich wäre es gut gewesen, schon Selbstvertrauen zu sammeln“, sagt Askanias Co-Trainer, „aber bei dieser Leistung werden sich die Ergebnisse schon einstellen.“ Womit er für sich selbst, den Test abschließend doch als gelungenen verbucht zu haben schien. Positiv zudem: Momentan ist nahezu der gesamte Kader gesund. (mz)