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SV Anhalt Bernburg: Keine Panik trotz Fehlstart

Enrico Nefe bewahrt die Ruhe.

Enrico Nefe bewahrt die Ruhe.

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Engelbert Pülicher

Bernburg -

Enrico Nefe stand am vergangenen Sonnabend auf der Empore in der Bruno-Hinz-Halle und schaute sich die 27:33-Niederlage des SV Anhalt Bernburg gegen die SG Flensburg-Handewitt II an. Seiner Mimik war nicht viel zu entnehmen. Stoisch nahm er die zweite Niederlage im Jahr 2016 zur Kenntnis.

Ein Fehlstart ist es ohne Zweifel, das sieht auch der Sportliche Leiter des SV Anhalt so. Er ist aber weit davon entfernt, Panik zu verbreiten. „Es ist nicht schön, dass wir in Potsdam und zu Hause gegen Flensburg verloren haben“, sagt Nefe, „aber für mich ist das nicht besorgniserregend.“

Zwei Siege vor den Derbys

Enrico Nefe ist schon lange im Handballgeschäft. Freilich zählen vor allem die Ergebnisse. Aber er achtet nicht nur darauf. Viele kleine Dinge beobachtet er. Und so kann eine Niederlage tatsächlich auch beruhigend wirken. „Nach dem Flensburg-Spiel war ich etwas entspannter, weil der Kampf da war“, so Nefe. Anders als im Potsdam-Spiel, da wirkte die Mannschaft irgendwie blutleer. Dass es gegen Flensburg trotzdem nicht für etwas Zählbares reichte, lag an den Gästen. „Ich bin lange genug im Handball dabei, um zu sehen, dass Flensburg ein richtig geiles Spiel gegen uns gemacht hat“, so Nefe.

Also alles gut beim SV Anhalt Bernburg? So einfach ist das natürlich nicht. Die Mannschaft steht nun unter besonderer Beobachtung - vor allem bei den Fans. Die Spieler müssen liefern. An den kommenden beiden Spieltagen hat die Mannschaft mit zwei Heimspielen die Möglichkeit, vieles wieder gerade zu rücken. Weniger tabellarisch, da hat sich aufgrund der Niederlagen der Kellerkinder nichts geändert. Aber für das eigene Selbstvertrauen und die Gemütslage der Fans sind Erfolge gegen den TSV Altenholz und den HSV Insel Usedom fast schon Pflicht. Enrico Nefe formuliert die Zielstellung dann auch offensiv: „Gegen Altenholz und Usedom wird in doppelter Hinsicht der Knoten platzen. Dann gehen wir gestärkt in die Derbys gegen Magdeburg und Dessau.“

Hoffmann fehlt, Cieszynski fraglich

Christian Pöhler ist auch frohen Mutes, dass seine Mannschaft gegen Altenholz am Sonnabend ab 16.30 Uhr in die Erfolgsspur zurückfindet. „Wir haben uns gesteigert“, sagt der Trainer, „so muss es weitergehen.“ Einen Sieg herbeireden kann aber keine Mannschaft. Altenholz ist ein unangenehmer Gegner, weil selbst angeschlagen. Der TSV galt vor der Saison als Aufstiegskandidat, der Gang in die 2. Bundesliga war auch das Ziel. Nach zwei Siegen zum Auftakt folgten aber sechs Spiele ohne Erfolg. Der Aufstiegstraum ist lange ausgeträumt. Die Saison ordentlich beenden will die Mannschaft dennoch.

Dass Altenholz Bernburg vor große Probleme stellen kann, hat man im Hinspiel leidvoll erfahren. Das 22:30 war lange Zeit die höchste Saisonniederlage des SV Anhalt. „Wir haben noch eine Rechnung offen“, sagt Enrico Nefe. Die Revanche wäre einfacher, wenn alle Spieler fit wären. Doch Rechtsaußen Robin Hoffmann wird noch wegen eines Blutergusses in der Kniekehle fehlen. Zudem ist auch der Einsatz von Steffen Cieszynski fraglich. Der 26-Jährige verletzte sich beim Training am Mittwoch an der Wurfhand. (mz)