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Hallenturnier gestürmt: Hat ein Spieler Schlägertrupp in Sporthalle gerufen?

Hallenfußball

Bei einem Hallenfußball-Turnier ist es zu einer Schlägerei gekommen.

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Peter Wölk/Archiv

Wolmirstedt -

Am Sonntagabend hat die Polizei in Wolmirstedt nach einem Angriff auf Spieler eines Hallenfußballturniers am Samstag mehrere Tatverdächtige ermittelt. Das bestätigte ein Polizeisprecher gegenüber der MZ.

Unbekannte hatten am Samstag das Turnier in der „Halle der Freundschaft“ gestürmt und auf Spieler einer Mannschaft eingeschlagen. Nach Angaben der Polizei, kam es zuvor bei dem Turnier von Freizeit- und Jugendclubmannschaften aus dem Landkreis Börde zu Streitigkeiten zwischen zwei Teams.

Wie der leitende Einsatzbeamte der MZ mitteilte, ist der Grund der Auseinandersetzung noch unbekannt. „Der Streit entfachte zwischen einem Team mit deutschen Spielern und einem, welches sich zum Teil aus Fußballern mit Migrationshintergrund zusammensetzte“, so Mathias Engel. Laut Ermittlungsstand rief ein Spieler nach dem Streit offensichtlich mehrere Personen an. 

Am Nachmittag drangen etwa zehn bis 15 männliche Personen in die Sporthalle ein, gingen zielgerichtet zu Spielern der deutschen Mannschaft und schlugen unvermittelt auf sie ein. Dabei wurden zwei Personen verletzt.

Überfall auf Hallenfußballturnier in Wolmirstedt: Täter zum Teil Mundschutz und Handschuhe

Laut Polizei trugen die Täter zum Teil Mundschutz und Handschuhe. Nach rund fünf Minuten verließen sie in mindestens drei Autos den Tatort in unbekannte Richtung. Die Polizei fahndet nach den flüchtigen Autos, bislang jedoch ohne Erfolg. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Es konnten Foto- und Videoaufnahmen von Zeugen gesichert werden. Inzwischen hat die Polizei auch Spieler zu Befragungen mitgenommen. Wie Engel gegenüber der MZ erklärte, handelt es sich dabei unter anderem auch um den Spieler, der die Gruppe in die Sporthalle gerufen haben soll. „Dieser Mann gilt als tatverdächtig.“ (mz)