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SG Spergau: Benjamin Herfurth und Tomas Jablonka verletzen sich

Der Spergauer Trainer Dieter Lenz behandelt den am linken Knie verletzten Spielmacher Tomas Jablonka.

Der Spergauer Trainer Dieter Lenz behandelt den am linken Knie verletzten Spielmacher Tomas Jablonka.

Foto:

Marco Junghans

Spergau -

So richtig freuen konnte sich Holger Kemnitz nicht. Zwar hatten seine Handballer vom Sachsen-Anhalt-Ligisten SG Spergau seine sportliche Vorgabe von zwei Punkten aus dem Doppelspieltag des Wochenendes erfüllt. Doch die schweren Verletzungen von Benjamin Herfurth und Tomas Jablonka, die für den Rest der Saison auszufallen drohen, trübten die Freude des Spielertrainers. Das 29:29 (14:13) am Sonnabend bei Eintracht Gommern und das 27:27 (12:11) knapp 24 Stunden später in der eigenen Jahrhunderthalle gegen die SG Kühnau waren angesichts dieser schwerwiegenden Ausfälle nur noch Nebensache.

Mit Kühnau auf Augenhöhe

„Sportlich war eigentlich noch mehr möglich als die zwei Punkte. Aber das ist jetzt unwichtig, denn die zwei Verletzungen treffen meine Mannschaft schwer“, sagte Kemnitz. Am Sonnabend schied in Gommern nach 14 Minuten Benjamin Herfurth mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss im linken Knie aus. Gegen Kühnau erwischte es Tomas Jablonka ebenfalls mit einer schweren Knieverletzung. „Und beide sind absolute Leistungsträger“, betonte Kemnitz.

Gegen den Tabellenzweiten aus Kühnau, der sich immer noch berechtigte Hoffnungen auf den Landesmeistertitel macht, wurde die 26. Minute für den Spergauer Spielmacher Jablonka zum Albtraum. „Beim Ansatz einer Finte verdrehte ich mir das Knie so, dass es das Aus bedeutete“, erinnerte er sich an die verhängnisvolle Szene. Zu diesem Zeitpunkt stand es 11:9 für die Gastgeber.

Die Spergauer hatten den favorisierten Gästen bis dahin einen beherzten Kampf geliefert. Nach anfänglichen Schwächen in der Chancenverwertung - die Spergauer vergaben zwei Siebenmeter und scheiterten frei von den Außenpositionen - drehten sie einen Zwei-Tore-Rückstand in eine Führung. Großen Anteil daran hatten Kemnitz im Tor und Daniel Orlovsky mit knallharten Würfen.

Nach der Halbzeit (12:11) gab es ein ständiges Auf und Ab. Kein Team konnte sich zunächst entscheidend absetzen. Doch zehn Minuten vor dem Ende legten die spielstarken Gäste, die in Linkshänder Victor Kovacz ihren besten Werfer aus dem Rückraum hatten, zwei Tore vor (22:24). Aber die Gastgeber gaben nicht auf, Steven Wrobel explodierte förmlich und brachte sein Team in Unterzahl zum 25:25. Nach einem Treffer von Tobias Gerberding zur 27:26-Führung schien sogar der Sieg greifbar. Aber dann kamen die Kühnauer noch zum gerechten Ausgleich. „Mit einem gesunden Jablonka wäre vielleicht mehr möglich gewesen“, meinte der Spergauer Coach Dieter Lenz. „Nun müssen wir uns neu finden, denn die Ausfälle tun weh“, meinte SGS-Abteilungsleiter Roland Herfurth besorgt.

Rot für Wrobel in Gommern

In Gommern traf es die Spergauer nicht nur durch den Ausfall von Herfurth hart. Auch die Rote Karte für Wrobel bei einer 23:19-Führung (43.) war entscheidend. So ging der Vorsprung verloren. Erst 15 Sekunden vor dem Abpfiff rettete der da noch fitte Jablonka mit seinem vierten Treffer das 29:29. „Sicher wäre auch in Gommern mehr möglich gewesen. Aber zum Schluss war es ein Punktgewinn“, zog Kemnitz ein kurzes Fazit. (mz)

Spergau in Gommern: Thiele, Pretzsch; Biermann, Böttger 6, Fischer 2, Gerberding, Jablonka 4, Meyer, Orlovsky 10, Schwerdtner 2, Wrobel 4, Zimmermann, Herfurth 1

Spergau gegen Kühnau: Kemnitz, Thiele, Pretzsch; Hesse 2, Wrobel 7, Zimmermann, , Fischer 2, Jablonka 2, Gerberding 2, Orlovsky 7, Biermann, Böttger 3, Meyer, Schwerdtner 2