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Miteldeutscher Basketball Club: Bald ein Derby mit Science City Jena?

MBC

Sollte Science City Jena aufsteigen, könnte es für den MBC zum Derby kommen.

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Andreas Bez

Weißenfels -

Mit einer Sache kennen sich die Basketballer vom Mitteldeutschen BC auf jeden Fall aus: mit dem Reisen. Die Auswärtsfahrten in der Bundesliga sind lang, die kürzesten Distanzen noch nach Berlin zu Alba mit knapp 200 und nach Bamberg und Bayreuth mit jeweils knapp 300 Kilometern.

Doch vielleicht könnte es schon in der nächsten Saison - falls der MBC nicht absteigt - zu einem echten Derby kommen. Denn Science City Jena, momentan Tabellenführer in der zweiten Bundesliga Pro A, schickt sich an, ins Basketball-Oberhaus aufzusteigen.

Die Mannschaft aus Thüringen ist keine unbekannte: Bereits in der Saison 2007/08 spielte sie in der BBL. Und Trainer damals wie heute ist Björn Harmsen, der auch drei Jahre Coach beim Mitteldeutschen BC war.

Damals wie heute hält sich der gebürtige Göttinger zwar zurück, wenn es um das Saisonziel geht. „Der Aufstieg ist, anders als damals in Weißenfels, keine zwingende Zielvorgabe“, sagt er, fügt aber an: „Natürlich wollen wir Platz eins verteidigen. Und dann schauen wir mal, was in den Playoffs passiert.“

Kampf gegen den Abstieg

Auch Harmsen sieht die Entwicklung, die gerade in Jena passiert. Am augenscheinlichsten: der Umzug in die neue Sparkassen-Arena vor zwei Jahren. Ein Schmuckkästchen mit variablen Tribünen und vor allem einem zentralen Videowürfel unter dem Hallendach. Auf diesem wird vor jedem Spiel der Gegner ausführlich vorgestellt, wird per Live-Kamera das „Kind des Spieltages“ ausgesucht und prämiert, das Publikum mit einem emotionalen Video heiß auf die Mannschaft von Science City Jena gemacht und nach dem Spiel die Pressekonferenz live übertragen.

Vielleicht läuft hier bald der MBC auf. Auf ein Derby gegen die Weißfelser hätte Björn Harmsen jedenfalls richtig Lust. Obgleich noch in den Sternen steht, ob es überhaupt dazu kommen wird.

Denn während Jena um den Aufstieg kämpft, kämpfen die Wölfe eine Liga höher gegen den Abstieg. „So viel haben wir aber gemeinsam: bis zum Saisonende wird noch viel Wasser die Saale runter fließen“, so Harmsen mit einem Augenzwinkern, dem Hinweis, dass beide Städte an eben diesem Fluss liegen - und der damit verbundenen Hoffnung, sich in Liga eins wiederzusehen. (mz)