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Mitteldeutsche Zeitung | Merseburger Stadtmeisterschaft: Freizeit-Teams auf Torejagd
28. January 2016
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Merseburger Stadtmeisterschaft: Freizeit-Teams auf Torejagd

So bejubelten die Spieler und Anhänger vom Team S-meg ihren Erfolg bei der Stadtmeisterschaft im Vorjahr.

So bejubelten die Spieler und Anhänger vom Team S-meg ihren Erfolg bei der Stadtmeisterschaft im Vorjahr.

Foto:

Wölk

Merseburg -

Wenn von Lokführern, Immobilien Allstars, Koalas oder Blindfischen die Rede ist, dann denkt man nicht zwangsläufig gleich an Fußball. Bei näherem Betrachten wird die Sache natürlich klarer. Hinter diesen Namen verbergen sich Freizeit-Fußballmannschaften - was dann durchaus nicht unüblich ist -, die sich am Sonnabend und Sonntag in der Rischmühlenhalle um den Titel des Merseburger Stadtmeisters bewerben.

Zunächst stehen an diesem Wochenende die Vorrunden an. Am 4. Februar wird dann Oberbürgermeister und Schirmherr Jens Bühligen höchst öffentlich die Endrunde auslosen. Und nach weiteren 30 Turnierspielen am 13. Februar steht dann der Nachfolger des Vorjahressiegers Team S-meg fest.

Fest etabliertes Event

Bereits zum elften Mal richtet das Organisations-Team um Jürgen und Thomas Heinrich sowie René Kräuter diese Meisterschaft, an der allenfalls bis zur Kreisliga aktive Kicker teilnehmen dürfen, aus. Und sie haben nach wie vor großen Spaß daran. In jedem Jahr, wenn der Monat Mai herankommt, trifft sich das 18 Personen umfassende Team zunächst in lockeren Abständen und ab September einmal monatlich, um die Konzeptionen zu bereden, Aufgaben zu verteilen und die Termine festzuklopfen. Letzteres ist gar nicht so einfach, denn Termine in der Rischmühlenhalle sind im Winter heiß begehrt. Doch die Stadtmeisterschaft ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Merseburger Sportkalenders und somit fest etabliert.

Und das Turnier ist von Jahr zu Jahr gewachsen. Begonnen hat es 2005 mit zehn Mannschaften. Wenig später waren es zwölf und 2010 erstmals 18. Zum zehnjährigen Jubiläum im Vorjahr entschlossen sich die Organisatoren dann, auf 30 Mannschaften aufzustocken. Die Kicker kommen schon lange nicht mehr nur aus Merseburg und Umgebung. Auch aus Naumburg, Gera und Halle, allen voran der HFC-Fanclub „Rote Ochsen“, der die Organisatoren vor allem bei der Tombola tatkräftig unterstützt, sind Mannschaften den fünf Vorrundengruppen zu je sechs Teams zugelost. Im letzten Jahr war sogar eine Mannschaft aus der Partnerstadt Bottrop mit von der Partie. Aber die haben in diesem Jahr aus Termingründen abgesagt.

Den Termin der Stadtmeisterschaft dick in ihrem Kalender unterstrichen haben sich seit einigen Jahren auch die Trainer der umliegenden Fußballvereine. Für sie ist das Turnier eine willkommene Gelegenheit, schlummernde Talente zu entdecken und veranlagte Kicker für den regelmäßigen Liga-Betrieb zu gewinnen. „Der SV Merseburg 99 und der SV Beuna sind da in der Vergangenheit schon fündig geworden“, weiß Thomas Heinrich. Aber er sagt auch. „Mit 30 Mannschaften haben wir organisatorisch das Ende der Fahnenstange erreicht. Mehr geht nicht. Nach den drei Turniertagen sind wir zwar alle stolz und glücklich, aber auch mächtig geschafft.“

350 Zuschauer zum Finaltag

Doch der Aufwand lohnt sich. „Wenn ich dann beispielsweise in die leuchtenden Augen der Kinder von der Kita Weinberg und der Bambini des SV Merseburg 99 sehe, die am Finaltag das Eröffnungsspiel vor 350 Zuschauern bestreiten dürfen, dann läuft es mir auch eiskalt den Rücken runter“, sagt René Kräuter. „Ich kann es dann kaum erwarten, dass es wieder Mai wird und wir in die Planungen für das nächste Turnier einsteigen.“

Die Merseburger Stadtmeisterschaft im Hallenfußball ist aber seit langem nicht mehr nur Sport. Mit den Erlösen von Kuchenbasar, der im Vorjahr immerhin 2 100 Euro einbrachte, und Tombola unterstützen die Organisatoren Einrichtungen und Vereine. In diesem Jahr wird das Geld der Kita „Am Weinberg“ und dem Verein „Wir helfen“, der Mitteldeutschen Zeitung zugute kommen. (mz)

Weitere Informationen, Ergebnisse und Tabellen vom Turnier unter:www.stadtmeisterschaft-merseburg.de