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Mitteldeutsche Zeitung | Handball-Sachsen-Anhalt-Liga: Zur Spitze fehlt der SG Spergau noch ein Stück
21. January 2016
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Handball-Sachsen-Anhalt-Liga: Zur Spitze fehlt der SG Spergau noch ein Stück

Nicht nur der Spergauer Bertram Fischer (r.) scheiterte an diesem Abend an Langenweddingens starkem Keeper Mathias Krüger.

Nicht nur der Spergauer Bertram Fischer (r.) scheiterte an diesem Abend an Langenweddingens starkem Keeper Mathias Krüger.

Foto:

Peter Wölk

Grosskorbetha -

Was hatten die Handballer der SG Spergau nicht alles unternommen, um einerseits die Termine der traditionellen Lichtmess-Feiern nicht zu verpassen und andererseits ihr Punktspiel gegen den SV Langenweddingen ordentlich über die Bühne zu bekommen. Die Halle gewechselt, auf eine Terminverlegung verzichtet. Und? Der ganze Aufwand war für umsonst. Nach der 25:34-Packung blieb ihnen nur der Trost, ihren Frust bei den abendlichen Feiern schnell herunterspülen zu können.

Hoffnungen erfüllen sich nicht

Dabei hatten die wirklich guten Leistungen um die Jahreswende, als den Spergauern drei Siege und ein Unentschieden sowie ein Pokalerfolg bei Post Magdeburg (32:30) gelungen waren, die Hoffnungen genährt, dass sie ihre Serie auch gegen Langenweddingen würden fortsetzen können. Weit gefehlt.

„Ergebnis und Spielverlauf machten deutlich, dass wir bei allen Fortschritten doch noch ein ganzes Stück von der Leistungsfähigkeit der Spitzenteams der Sachsen-Anhalt-Liga entfernt sind“, sagte SGS-Abteilungsleiter Roland Herfurth. Die Spergauer, die für dieses Heimspiel wegen einer Terminüberschneidung mit den Volleyballern des CV Mitteldeutschland in die für sie ungewohnten Halle nach Großkorbetha auswichen, waren nicht chancenlos. Aber einige entscheidende Punkte sprachen doch für den aktuellen Tabellendritten.

Das erste Defizit an diesem Tag wurde schon in der zweiten Minute deutlich. Der sonst sehr sichere Siebenmeter-Werfer Tomas Jablonka scheiterte vom Punkt am überragenden Gästetorhüter Mathias Krüger, einem der besten Keeper der Liga. Auch mit einem zweiten Versuch hatte Jablonka keinen Erfolg. Dies hatte zur Konsequenz, dass er seine Souveränität verlor und nicht wie zuletzt der gewohnt starke Regisseur im Spergauer Spiel war. Weil auch Andreas Schwerdtner und Benjamin Herfurth bei ihren Strafwürfen nicht trafen, blieb die SGS diesmal vom Punkt torlos. Doch die Gastgeber kämpften. Beim 9:10 in der 22. Minute waren sie wieder dran. Aber die Gäste, bei denen neben Krüger auch noch Mathias Knorr (12 Tore) und Mario Seifert (6) herausragten, spulten mit viel Cleverness kontrolliert ihr Pensum ab.

Ein weiteres Manko auf Spergauer Seite war die mangelhafte Chancenverwertung von den Außenpositionen. Immer wieder gewann Gästekeeper Krüger die Duelle mit der Werfern, auch weil die Bälle zu ungenau platziert waren. Dagegen entsprach die Torgefahr aus dem Spergauer Rückraum durch Jablonka (6), Daniel Orlovsky (6) und Benjamin Herfurth (7) durchaus den Erwartungen. Zudem kassierte Steven Wrobel in der 27. Minute bei einer Abwehraktion die Rote Karte und fiel damit für den Rest der Spielzeit aus.

Die umstrittene Entscheidung der Magdeburger Schiedsrichter brachte noch mehr Hektik in die umkämpfte Begegnung. Mit viel Einsatz stemmten sich die Gastgeber gegen die drohende Niederlage. „Aber wir haben ganz einfach viel zu hektisch agiert“, meinte Dieter Lenz, der nach der Pause das Sagen auf der SGS-Bank hatte, weil Spielertrainer Holger Kemnitz für Tobias Thiele in den Kasten gerückt war.

Spannung nur bis zur 50. Minute

Doch zum Ausgleichstreffer langte es nicht. Und das war ärgerlich. „Selbst in der 50. Minute beim Spielstand von 23:25 waren wir noch im Spiel“, erinnerte sich Kemnitz. Doch Abspielfehler und vergebene Chancen spielten den Gästen in die Karten. Die ließen sich nicht zweimal bitten und bauten den Vorsprung in den letzten Minuten noch weiter aus.

„Wir haben diesmal unsere Form der letzten Wochen nicht gefunden und uns zu sehr auf Einzelaktionen verlegt. Das reichte eben nicht“, zog Lenz ein erstes Fazit. „Ohnehin sollten wir uns als Tabellensiebter auf unser Nahziel, den Klassenerhalt, konzentrieren“, meinte Herfurth.

Spergau: Thiele, Kemnitz; Wrobel, Gerberding 3, Biermann, Herfurth 7, Böttger 1, Orlovsky 6, Jablonka 6, Hesse 1, Schwerdtner, Meyer, Zimmermann, Fischer 1


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