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Handball Sachsen-Anhalt-Liga: Post Magdeburg siegt gegen SG Spergau

Daniel Orlovsky (r.)

Spergaus Daniel Orlovsky (r.), hier im Spiel gegen den HSV Haldensleben, kam nur selten so frei zum Wurf.

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Junghans

Magdeburg -

Die Handballer der SG Spergau haderten nach ihrer 30:31 (17:17)-Niederlage bei Post Magdeburg mit den Schiedsrichtern. Ihr Abteilungsleiter dagegen nicht. Der zeigte Größe.

Die Spannung in der Sporthalle am Lorenzweg war kurz vor dem Abpfiff der Partie nicht mehr zu überbieten. 17 Sekunden standen noch auf der Uhr. Magdeburg führte 31:30, als die Schiedsrichter auf Freiwurf für Spergau entschieden. Doch der Ball trudelte weit weg vom Tatort ins Aus. Die Referees beachteten dies nicht und ließen die Uhr herunterlaufen, ohne auf Timeout zu entscheiden. So war die Chance für die Spergauer auf einen möglichen Ausgleich dahin.

„Sicher waren die Situation kurz vor Schluss und die Reaktion der Schiedsrichter mehr als ärgerlich. Aber den Punktgewinn haben wir viel früher aus der Hand gegeben“, sagte Spergaus Abteilungsleiter Roland Herfurth. Etwa ab der 53. Minute, als die Magdeburger beim Spielstand von 23:23 ihre Deckung auf ein 5:1-System umstellten und die Spergauer damit kurzzeitig überfordert waren. Technische Fehler führten zu Kontern und Treffern der Postler. Und plötzlich mussten die Gäste ab der 57. Minute ein 27:31 aufholen, was letztlich nicht mehr gelang.

Viele Torchancen ungenutzt

Dabei sah es bis dahin nicht nach dem unglücklichen Ausgang für die Spergauer aus. Die zwei Teams, die sich auf Augenhöhe begegneten, schenkten sich nichts und lagen vom Ergebnis her stets dicht beieinander. Weder konnten die Gäste ihre 10:8-Führung aus der 17. Minute ausbauen, noch die Magdeburger ihren 15:12-Vorsprung (26.).

„Sicher haben wir eine solide Leistung geboten. Aber wir hatten noch genügend Reserven“, zog Spielertrainer Holger Kemnitz, der in den ersten 45 Minuten im Tor stand, ein erstes Fazit. So ließen die Spergauer zu viele Torchancen ungenutzt. Das lag auch daran, dass Daniel Orlovsky (3 Tore) und Steven Wrobel (1) von der halblinken Rückraumposition nicht das nötige Wurfglück hatten. „Aus dem Rückraum haben nur Tomas Jablonka und Benjamin Herfurth richtig Dampf gemacht“, sagte Kemnitz. Gegenüber der Vorwoche zeigten sich die Außen formverbessert. Besonders Bertram Fischer nutzte seine Chancen sicher (5).

„Die Abwehr stand nicht durchgehend stabil“, sagte Kemnitz. So bekam sie den überragenden Post-Werfer Daniel Schliephake (12 Tore) nie in den Griff. „Vielleicht wäre eine Pressdeckung gegen ihn angebracht gewesen“, meinte Herfurth rückblickend. „Zumindest ein Remis hätten wir verdient gehabt.“

Spergau: Kemnitz, Thiele; Biermann, Böttger 2, Fischer 5, Gerberding 1, Jablonka 8, Meyer, Orlovsky 3, Wrobel 1, Hesse 2, Herfurth 8 (mz)