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Mitteldeutsche Zeitung | Making-of zu "Wir sind Leuna": Sonderseite 100 Jahre Chemie, 100 Köpfe
02. March 2016
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Making-of zu "Wir sind Leuna": Sonderseite 100 Jahre Chemie, 100 Köpfe

Blick über die Raffinrie von Total

Blick über die Raffinrie von Total

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dpa

Leuna -

Es ist 2016 das wichtigste Jubiläum in der deutschen Wirtschaft: Der Chemiestandort in Leuna wird 100 Jahre alt. Und die schieren Zahlen beeindrucken. Mit einer Fläche von 13 Quadratkilometern ist der Industriepark das größte geschlossene Chemieareal der Republik. Zwölf Millionen Tonnen Güter werden jährlich umgesetzt. Und die 100 Firmen, die sich in Leuna niedergelassen haben, erzielen pro Jahr einen Umsatz von zehn Milliarden Euro. 100 Jahre Chemiestandort werden natürlich groß gefeiert. Das ganze Jahr über sind Veranstaltungen geplant.

Video: Making-of zur Sonderseite:

Making-of: 100 Jahre Leuna, 100 Köpfe
Leuna, 2. März 2016: 1916 wurde Grundstein für den Chemiepark Leuna gelegt. Tausende Menschen haben die Entwicklung geprägt. 100 von ihnen werden in der Donnerstagsausgabe der MZ vorgestellt. Ein Making-of zur Sonderseite.

Doch das wäre ohne die 9.000 Frauen und Männer, die am Chemiestandort arbeiten, nicht möglich. Sie sind mit ihrem Fachwissen das größte Kapital der „Leuna-Werke“. Das war auch im vergangenen Jahrhundert so. Der  Wissenschaftler Carl Bosch beispielsweise erhielt 1931 zusammen mit Friedrich Bergius den Nobelpreis  für seine „Verdienste um die Entdeckung und Entwicklung der chemischen Hochdruckverfahren“.

Vor allem Dank Leuna hatte Bosch diese Auszeichnung bekommen. 1923 war es hier erstmalig in der Welt gelungen, Methanol synthetisch aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff herzustellen. Die Leuna-Werke wurden nicht nur zu einem Herzstück der deutschen Wirtschaft: Ihr Aufschwung, gekoppelt mit der Entwicklung der Buna-Werke Schkopau, krempelte eine ganze Region um. Es setzte eine Völkerwanderung ein. Das einst unbedeutende Örtchen Leuna wuchs zur Gartenstadt. In Halle wurden die Stadtteile Neustadt und Silberhöhe gebaut, um Wohnraum für 28 000 Menschen zu schaffen, die alleine in Leuna ihre Arbeitsplätze hatten. Das Geiseltal lieferte die Braunkohle für die Strom- und Heizwerke sowie bis in die 1950er Jahre auch für die Treibstoffproduktion.

Viele persönliche Geschichten sind mit Leuna verbunden. Und an diesen Erinnerungen sind wir als MZ interessiert. Sie können uns Ihre Erlebnisse aufschreiben und zuschicken - vor allem auch Fotos und alte Filmaufnahmen. (mz)


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