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Schimmel mit Alkohol bekämpfen

Uhr | Aktualisiert 25.01.2013 15:26 Uhr
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Sind kleine Stellen an der Wand von Schimmel befallen, kann man diesen auch ohne Profi zu Leibe rücken. Das Mittel der Wahl heißt Spiritus. Dieser ist gesundheitlich unbedenklich und billiger als Spezialprodukte.
Düsseldorf/dpa. 

Sind kleine Stellen an der Wand von Schimmel befallen, kann man diesen auch ohne Profi zu Leibe rücken. Das Mittel der Wahl heißt Spiritus. Dieser ist gesundheitlich unbedenklich und billiger als Spezialprodukte.

Spiritus bekämpft Schimmel im Haus. Er kommt am besten mit Hilfe einer Sprühflasche auf die befallenen Stellen. Wenige Minuten später seien die Sporen vernichtet, erläutert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Danach müsse man den Raum gut lüften. Während der Behandlung dürfe nicht geraucht werden, und es sollte kein offenes Feuer im Raum brennen, um das Risiko eines Brandes zu vermeiden. 70-prozentigen Ethanol oder Isopropanol gebe es in der Apotheke oder in Drogerien.

Spiritus kann allerdings empfindliche Wandbeläge verfärben, daher sollte man die Behandlung an einer unauffälligen Stelle testen. Die Verbraucherzentrale rät außerdem, nur kleine Stelle damit zu behandeln. Ist der Schimmelfleck größer als ein halber Quadratmeter, sollte ein Experte kommen. Unter Umständen müsse dieser den Putz oder die Gipskartonplatten entfernen.

Spiritus sei gesundheitlich unbedenklich und billiger als handelsübliche Produkte gegen Schimmel, informiert die Verbraucherzentrale nach einem Check von 17 Produkten. Etwa die Hälfte der Antischimmelmittel enthielt Chlorbleiche, deren Dämpfe die Lunge belasten und die zudem empfindliche Wandbeläge verfärbt.

Schimmel kann sich in kühleren Räumen schneller bilden als in wärmeren Zimmern. Denn kalte Luft nehme weniger Feuchtigkeit auf, erklärt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz. Daher sollte die Heizung im Winter nie ganz ausgeschaltet werden. Wichtig sei zudem, alle Zimmer täglich mehrmals zu lüften - am besten morgens und abends für jeweils fünf bis zehn Minuten.

Werden die Fenster nur gekippt, dauere es je nach Windstärke 30 bis 60 Minuten, bis die Luft im Raum vollständig ausgetauscht ist, erklären die Verbraucherschützer. Wichtig zu beachten: Auch nach dem Duschen, Kochen, Baden oder dem Fußbodenwischen sollten die Fenster in Bad oder Küche einmal geöffnet werden. Nur so könne die entstehende Feuchtigkeit entweichen.