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Schadstoffregister legt Ausstoß der Industriebetriebe offen

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Wie schädlich ist eigentlich das Chemie-Werk im Stadtviertel? Und gibt es vielleicht Schadstoffquellen in der Nähe, von denen man bisher gar nichts wusste? Auf diese und andere Fragen gibt ein Internetportal des Umweltbundesamts Aufschluss.
Dessau-Roßlau/dpa. 

Wie schädlich ist eigentlich das Chemie-Werk im Stadtviertel? Und gibt es vielleicht Schadstoffquellen in der Nähe, von denen man bisher gar nichts wusste? Auf diese und andere Fragen gibt ein Internetportal des Umweltbundesamts Aufschluss.

Welche Mengen Schadstoffe der Industriebetrieb in der Nachbarschaft ausstößt, können Verbraucher im neuen Internetportal Thru.de des Umweltbundesamtes recherchieren. Insgesamt müssen bundesweit 5000 Unternehmen einmal jährlich ihre Emissionen offenlegen. Dazu gehören Kraftwerke, Raffinerien, Chemiebetriebe sowie Unternehmen der Lebensmittelindustrie, Deponien und Kläranlagen.

Die gelisteten Betriebe setzen den Angaben zufolge entweder eine beträchtliche Menge eines Schadstoffes frei oder entsorgen viel Abfall außerhalb des Betriebes. Überschreiten sie einen festgesetzten Wert, sind sie zur Veröffentlichung der Daten verpflichtet.

Im Portal Thru.de sollen Verbraucher einen schnellen Überblick über die Emissionsbelastungen bekommen - unter anderem über eine interaktive Karte, in die bis in die Landkreise gezoomt werden kann. Die einzelnen Industriezweige werden dort farblich getrennt dargestellt. Informationen über die Emissionen durch den Straßenverkehr oder in der Landwirtschaft sollen folgen.

Schadstoffregister