Vorlesen

Nach dem Fest ist vor dem Fest: Messe zeigt neue Weihnachtstrends

Uhr
Drucken per Mail
Von
Weihnachten? Die meisten Menschen sind froh, wenn es endlich wärmer wird. Aber das nächste Weihnachtsfest ist gar nicht mehr so weit weg. Zumindest in Frankfurt. Die Deko-Branche wagt auf ihrer wichtigsten Messe schon wieder den Blick voraus.
Frankfurt/Main/dpa. 

Weihnachten? Die meisten Menschen sind froh, wenn es endlich wärmer wird. Aber das nächste Weihnachtsfest ist gar nicht mehr so weit weg. Zumindest in Frankfurt. Die Deko-Branche wagt auf ihrer wichtigsten Messe schon wieder den Blick voraus.

Noch sind nicht alle Tannenbäume an die Tiere im Zoo verfüttert, da steht auf der Messe «Christmasworld» (25. bis 29. Januar) Weihnachten schon wieder vor der Tür. Der Blick in die Glaskugel der internationalen Leitmesse in Frankfurt zeigt, was uns in Einkaufszentren und Privatwohnungen erwartet - auch im Sommer. Die Trends: rau, natürlich, handgemacht auf der einen Seite - glänzend, opulent und poppig auf der anderen Seite.

Das Frankfurter «stilbüro» hat vier aktuelle Design-Trends herausgefiltert, die in Halle 11.1 buchstabiert werden: «Küste» ist feminin und transparent mit zarten Pastelltönen, «Wüste» kombiniert raue Materialien mit glänzendem Gold und Orange, «Wald» nimmt traditionelles Kunsthandwerk in sich auf, «Jungle» schlägt vor, Weihnachtskugeln mal zwischen exotische Pflanzen zu hängen. «Es gibt sehr viel Ornament und Dekor und viel metallischen Glanz», sagt Claudia Herke vom «stilbüro».

Liebstes Designobjekt ist derzeit die Eule. Es gibt sie gesägt, gefilzt, gestrickt, genäht, handbemalt und mundgeblasen. Sie hat den immer noch prominent vertretenen Hirsch abgelöst, der 2013 bevorzugt in glitzerndem Gold oder einem leberkranken Gelb durch die Regale trabt.

Eine Weltneuheit kann in einer anderen Halle bestaunt werden: das interaktive Schaufenster. Wenn der Kunde in der Fußgängerzone die Dekoration durch die Kamera seines Smartphones oder Tablets betrachtet, sieht er dort Schneeflocken von der Decke rieseln, Fische umherschwimmen, Comicfiguren herumspringen oder neue Kleider an den Puppen. «Augmented Reality» (erweiterte Wirklichkeit) heißt die Technik, die laut schwedischem Hersteller twinkls in Frankfurt zum ersten Mal präsentiert wird.

Abgesehen davon gleicht das «Window Wonderland», das Einkaufszentren und Kaufhäusern hallengroße Deko-Ideen liefern soll, eher einer Geisterbahn mit überladenen und überdrehten Karussells im Stile eines historischen Jahrmarkts.

Ganz schlicht kommt die Innovation der Beleuchtungsfirma Blanchère daher: eine schwarze Tafel, unter der tausende Lämpchen versteckt sind, die zu leuchten anfangen, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen. So kann man mit dem nassen Kuchenpinsel malen oder der Familie eine Nachricht hinterlassen.

Webseite zur Christmasworld