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Mieter haben Anspruch auf jährliche Betriebskostenabrechnung

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Meistens gehört die Betriebsabrechnung nicht zur erfreulichen Post im Briefkasten. Trotzdem ist es ein Vorteil, jährlich mit den anfallenden Kosten kalkulieren zu können. Der Mieter hat sogar ein Recht darauf.
Berlin/dpa. 

Meistens gehört die Betriebsabrechnung nicht zur erfreulichen Post im Briefkasten. Trotzdem ist es ein Vorteil, jährlich mit den anfallenden Kosten kalkulieren zu können. Der Mieter hat sogar ein Recht darauf.

Vermieter müssen ihren Mietern einmal jährlich eine Betriebskostenabrechnung übergeben. Voraussetzung ist, dass die Umlage der Betriebskosten vertraglich vereinbart wurde. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Der Abrechnungszeitraum müsse dabei nicht zwingend mit dem Kalenderjahr übereinstimmen.

Es kann vorkommen, dass die Abrechnungsperiode einer Betriebskostenart und die der Gesamtabrechnung nicht übereinstimmen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Heizkosten stets im Sommer erfasst werden, der Vermieter die Betriebskosten aber zum Jahresende abrechnet. In diesem Fall könne der Vermieter auch die Heizkosten zum Jahresende abrechnen. Wenn die Mietvertragsparteien den Beginn der Abrechnungsperiode nicht festgelegt haben, dürfe der Vermieter diesen selbst bestimmen.

Nach Angaben von Haus & Grund hat der Vermieter nach Ablauf des Abrechnungszeitraumes zwölf Monate Zeit, um die Abrechnung zu erstellen. Sollte diese Frist nicht eingehalten werden, könne der Vermieter nur noch in Ausnahmefällen etwaige Nachzahlungen verlangen. Der Mieter wiederum habe nach Erhalt der Abrechnung zwölf Monate Zeit, um Einwände zu erheben.