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Für Nudelteig eignet sich jede Art Weizenmehl

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Ob Spätzle, Spaghetti oder Ravioli: Für Nudelteig eignet sich im Prinzip jedes Mehl aus Pflanzen der Weizenfamilie. Keine Rolle spielt die Nudelform oder die Frage, ob die Pasta vor dem Kochen getrocknet werden soll.
Bonn/dpa. 

Ob Spätzle, Spaghetti oder Ravioli: Für Nudelteig eignet sich im Prinzip jedes Mehl aus Pflanzen der Weizenfamilie. Keine Rolle spielt die Nudelform oder die Frage, ob die Pasta vor dem Kochen getrocknet werden soll.

Normales Haushaltsmehl des Typs 405 biete sich für Nudelteig ebenso an wie Vollkornmehl, sagt Rüdiger Lobitz vom Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Typisch für schwäbische Spätzle sei Dinkelmehl und für italienische Pasta Hartweizengrieß. Der Grieß könne auch zu etwa gleichen Teilen mit dem normalen Haushaltsmehl gemischt werden.

«Vollkornmehl ist immer ein bisschen schwieriger zu verarbeiten, der Teig kann ein bisschen krümelig sein», sagt Lobitz. «Man muss dann ein bisschen länger kneten, bis er wirklich geschmeidig ist.» Außer etwas Salz kommt lediglich noch löffelweise lauwarmes Wasser oder Öl zum Mehl. Als Alternative zu den Flüssigkeiten bieten sich Eier an. Pro 100 Gramm Mehl werde mit einem Ei gerechnet. Letztlich müsse man aber ausprobieren, wie viel Feuchtigkeit benötigt wird, um die gewünschte Geschmeidigkeit zu erreichen.

Ist der Teig fertig geknetet, sollte er Lobitz zufolge unbedingt ruhen. Bei normalem Mehl seien mindestens 30 Minuten Ruhe sinnvoll, bei Vollkornmehl sogar 60. Danach lasse er sich besser ausrollen, und es bilden sich mehr Aromastoffe.