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Verteilung im Harz: In der vierten Kalenderwoche kommen die Flüchtlinge

Flüchtlinge

Die Flüchtlinge, die derzeit in der Zast untergebracht sind, werden ab der vierten Kalenderwoche auch im Landkreis Harz verteilt.

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Chris Wohlfeld

Halberstadt -

Im Landkreis Harz leben derzeit legal 3.172 Ausländer - die Menschen in der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber (Zast) nicht mitgerechnet. Läuft alles nach der derzeitigen Schätzung der Landesregierung, kommt in diesem Jahr noch einmal dieselbe Zahl hinzu. Genau sind es 3.286 Flüchtlinge, die ab der vierten Kalenderwoche - ein genauer Termin ist noch nicht bekannt - auf die Städte und Gemeinden verteilt werden sollen.

„Für uns ist das eine neue Aufgabe“, sagt Georg Türke, der als Leiter des Ordnungsamtes in der Harzer Kreisverwaltung für die Flüchtlingsverteilung zuständig ist. Erstmals seit 2007 müssten wieder Asylbewerber im Landkreis Harz untergebracht werden. Bislang war der Harz davon ausgenommen worden, weil sich in Halberstadt die Zast befindet - mittlerweile mit zahlreichen Außenstellen. Doch mit der Änderung des Aufnahmegesetzes werden nun auch hier die Asylbewerber dezentral in Wohnungen in Städten und Gemeinden leben.

Diese Flüchtlinge werden allerdings noch nicht direkt auf Wohnungen in Wernigerode, Thale oder Ballenstedt verteilt, sondern zunächst in einer der drei Gemeinschaftsunterkünfte untergebracht. Dort ist insgesamt Platz für 700 Personen. Wo sich diese drei „GU“ befinden, darf Türke nicht verraten: Landrat Martin Skiebe hat noch nicht die Vereinbarung mit deren - privaten - Betreibern unterzeichnet. Das soll aber am Freitag geschehen. „Die Betreiber müssen drei Aufgaben erfüllen: Unterbringung und Verpflegung der Flüchtlinge sowie ihre soziale Betreuung“, sagt Türke. Von den Gemeinschaftsunterkünften geht es dann in Wohnungen in den Harzer Städten und Gemeinden. (mz)


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