Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, Mitteldeutschland und der Welt

Kreistag entscheidet über Festlegung der Schulbezirke im Harz : CDU plädiert für Gleichheit bei der Schulwahl

Die Einzugsbereiche der Sekundarschulen - hier die Ernst-Bansi-Schule in Quedlinburg - sind jetzt durch eine Satzung geregelt.

Die Einzugsbereiche der Sekundarschulen - hier die Ernst-Bansi-Schule in Quedlinburg - sind jetzt durch eine Satzung geregelt.

Foto:

Chris Wohlfeld

Halberstadt -

Mit der knappen Mehrheit von zwei Stimmen hat der Kreistag in dieser Woche die Satzung über die Festlegung der Schulbezirke und Schuleinzugsbereiche für allgemeinbildende Schulen in Trägerschaft des Landkreises Harz beschlossen.

Die meisten Mitglieder der CDU-Fraktion hatten sich dagegen ausgesprochen, denn sie sehen in der Entscheidung eine Ungleichbehandlung: Eltern, die ihre Kinder aufs Gymnasium schicken, können sich die weiterführende Schule aussuchen. Sie sind nicht an Schulbezirke gebunden. Eltern von Sekundarschülern dagegen haben keine Wahl. Ihnen bleibt nur die Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen, damit ihr Kind in eine andere Sekundarschule gehen kann.

Der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Michael Unger (CDU) forderte dazu auf, die Einzugsbereiche für Sekundarschulen aufzulösen, denn die seien untragbar: „Weil der Eindruck entstehen könnte, dass hier eine Aufteilung von Eltern erster und zweiter Klasse erfolgt.“

Auf Dauer werde sich der Kreistag einer Freigabe der Schulbezirke nicht verschließen können, so der CDU-Fraktionschef Thomas Balcerowski. Ohne festgezurrte Einzugsbereiche gebe es einen Wettbewerb unter den Schulen, und der ist seiner Ansicht nach auch nötig: „Die Qualität muss steigen - zum Wohle der Kinder.“ Mit der derzeitigen Regelung würden auch künstlich Sekundarschulen erhalten. (mz)


Das Wetter in Quedlinburg: präsentiert:

Bilder