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Harzkreis: Polizei fahndet nach Mitwissern des Amoklaufs

Uhr | Aktualisiert 26.02.2013 14:59 Uhr
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Polizist am Tatort

Ein Polizist betrachtet am Mittwoch in einem Flur des Wolterstorff-Gymnasiums in Ballenstedt eine von zwei Brandstellen, an der eine Schülerin am Morgen einen Brandsatz zündete (FOTO: DAPD)

Ihre Pläne für einen Amoklauf hatte die 13-Jährige aus Ballenstedt nicht für sich behalten. Die Polizei sucht jetzt nach den Mitwissern. Sie sollen den Ermittlern erklären, warum sie nichts unternommen haben.
Ballenstedt/dpa. 

Nach dem versuchten Amoklauf einer 13 Jahre alten Schülerin an einem Gymnasium in Ballenstedt fahndet die Polizei nach Mitwissern. Das Mädchen hatte ihre Tat per SMS und Internet angekündigt. «Deshalb haben wir jetzt ihr Zimmer durchsucht und Computertechnik und Handy sichergestellt», sagte ein Sprecher der Polizei in Magdeburg am Donnerstag. Die Daten würden nun ausgewertet. Ergebnisse seien in der kommenden Woche zu erwarten. Sobald die Adressaten ausfindig gemacht seien, würden diese befragt. Es sei nach wie vor unklar, warum niemand die Polizei informiert habe.

Einen Tag nach der Tat sei das Motiv weiter unklar. Man habe mit dem Mädchen, das sich noch immer in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus aufhalte, noch nicht sprechen können. Möglicherweise spielen häusliche Probleme eine Rolle. Die Eltern lebten in Trennung. Wie lange die 13-Jährige noch in der Klinik bleibe, sei bislang noch nicht abzusehen.

Die Schülerin der 8. Klasse war am Mittwochmorgen mit vier Messern, darunter Brot- und Fleischmesser, und einer Axt bewaffnet in die Schule im Harz gegangen. Im Erdgeschoss legte sie zwei Brände, anschließend ging sie mit einem Messer auf einen Mitschüler los. Die 400 Schüler und 40 Lehrkräfte wurden in Sicherheit gebracht. Eine Lehrerin erlitt einen Schock, verletzt wurde niemand.

An der Schule wurde der Unterricht am Donnerstag wieder aufgenommen. In Klassenleiterstunden wurde über den Fall gesprochen. Auch Schulpsychologen und Polizeibeamte waren im Einsatz.

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