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Auseinandersetzung in Ballenstedt: Syrer droht Frau aus Eritrea mit dem Tod ihres Kindes

Einsatzfahrzeuge der Polizei

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dpa/symbol

ballenstedt -

In einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Ballenstedt ist nach Angaben der Polizei eine 32-jährige Frau aus Eritrea von einem 23-jährigen Syrer bedroht worden. Wie die Polizei erst am Freitag berichtete, hat es bereits am Mittwoch unter den Asylbewerbern eine Diskussion über religiöse Themen gegeben. Dabei gab es offensichtlich Meinungsverschiedenheiten zwischen dem stark gläubigen Muslim und der Christin. Der Syrer hat laut Polizei „ernstzunehmende Drohungen ausgestoßen“. Dabei soll er auch damit gedroht haben, das Baby der Frau zu töten.

Beschuldigte zurück in Halberstadt

Nach Rücksprache mit dem Dolmetscher seien sich alle anwesenden Zeugen einig gewesen, dass die Drohungen ernst zu nehmen waren. Am späten Nachmittag des 6. Januar erfolgte der Rücktransport des Beschuldigten und seiner Großfamilie zur Zentralen Aufnahmestelle für Flüchtlinge in Halberstadt.

Fall löst Betroffenheit aus

Ballenstedts Kreisoberpfarrer Theodor Hering hat die Frau aus Eritrea mehrmals im Gottesdienst in der Ballenstedter Nicolaikirche erlebt. „Der Vorfall macht mich betroffen“, sagt Hering der MZ. Es sei aber beileibe kein Einzelfall. Er habe schon aus mehreren Flüchtlingsunterkünften gehört, dass dort Christen als Minderheit bedroht und angegriffen würden. (mz)


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