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Wahlkampf: Die Linke will ein Umdenken bei Managergehältern

Uhr | Aktualisiert 01.02.2013 18:33 Uhr

Die Parteivorsitzende der Partei Die Linke, Katja Kipping. (ARCHIVFOTO: DPA)

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Die Linke will Einkommen ab 500.000 Euro jährlich zu 100 Prozent besteuern und folgt damit einem früheren Vorschlag der Parteivorsitzenden Katja Kipping.
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Halle (Saale)/MZ. 

Die Linke will Einkommen ab 500000 Euro jährlich zu 100 Prozent besteuern und folgt damit einem früheren Vorschlag der Parteivorsitzenden Katja Kipping. Auf Seite 25 des der Mitteldeutschen Zeitung vorliegenden Wahlprogrammentwurfs heißt es: „Wir schlagen vor, dass niemand mehr als 40 Mal so viel verdienen sollte wie das gesellschaftliche Minimum – bei der derzeitigen Verteilung wären das immer noch 40 000 Euro im Monat.“

Der Parteivorsitzende Bernd Riexinger verteidigte den Passus. „2013 wird ein Umverteilungswahlkampf“, sagte er der Mitteldeutschen Zeitung. „Das Geld der Superreichen wird gebraucht, um soziale Aufgaben und Zukunftsinvestitionen zu finanzieren. Wir wollen einen zivilen Aufstand gegen die Anhäufung von Riesenreichtümern in den Händen weniger.“ Er fügte hinzu: „Explodierende Ungleichheit gefährdet die Demokratie. Ich nenne die Kappung der Einkommen bei einer halben Million Euro eine Demokratiesteuer.“

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