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US-Vorwahlen: Donald Trump gewinnt South Carolina, Jeb Bush wirft das Handtuch

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump während einer Rede in Spartanburg.

Donald Trump siegt bei den Vorwahlen in South Carolina.

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AP

Washington -

Donald Trump holt South Carolina. Hillary Clinton siegt in Nevada. Bei den Republikanern ist weiter der Populismus en vogue, bei den Demokraten dagegen scheint sich das Establishment langsam durchzusetzen. Nur einer wird bei den US-Vorwahlen am Samstagabend zur tragischen Figur. Der Republikaner Jeb Bush gibt das Rennen auf und geht nach Hause.

Der republikanische Kandidat Jeb Bush wirft das Handtuch.

Der Republikaner Jeb Bush gibt im Rennen um die Präsidentschaftswahl auf.

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REUTERS

Er bemüht sich, die Fassung zu bewahren. Das kann man sehen. Es ist noch nicht einmal die Hälfte der Stimmen in South Carolina ausgezählt, da gesteht Jeb Bush schon öffentlich ein, dass er wahrscheinlich der richtige Mann zur falschen Zeit war. Er hat gerade die schlimmste Wahlniederlage seiner politischen Karriere erlebt. Nicht einmal acht Prozent der abgegebenen Stimmen entfallen auf den Sohn und Bruder früherer US-Präsidenten. Und das geschieht auch noch ausgerechnet in South Carolina, das bislang als Bush-Land galt, und in dem sein großer Bruder George W. Bush noch vor wenigen Tagen für Jeb Bush geworben hat. Doch das war vergebens.

Jeb Bush sagt, er akzeptiere das Votum der Wählerinnen und Wähler und fleht dann kurz vor Schluss geradezu, dass sich die Anhänger der Republikaner doch für einen Kandidaten entscheiden sollten, der dem Land „ehrenvoll und mit Anstand“ dienen werde. Es erfolgt der vom Schweigen seiner Fans begleitete Abgang eines Mannes, der im vergangenen Jahr als Favorit ins Rennen ging und dann doch im Trump-Sturm unterging.

Breitseite gegen Trump

Bushs Appell an Ehre und Anstand ist eine Breitseite gegen den Sieger des Abends bei den Republikanern. Der heißt – wieder einmal – Donald Trump und steht mit breitem Lächeln auf dem Gesicht vor seinen Anhängern. Nicht ein einziges Mal nennt der Immobilienmilliardär aus New York den Namen Jeb Bush, aber jeder im Saal weiß genau, wen Trump meint, als er sagt, dass man es als Präsidentschaftskandidat nicht leicht habe. So ein Wahlkampf sei „hart, scheußlich, gemein“. Aber er sei auch „wunderbar“. Trump pausiert kurz und sagt dann: „Wenn man gewinnt.“ Da johlen seine Anhänger und klatschen begeistert Beifall.

Donald Trump hat nun zum dritten Mal bewiesen, dass er sich auf dem Weg zur Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner nicht aufhalten lassen möchte. In Iowa ist er noch knapp dem erzkonservativen Ted Cruz unterlegen, doch in New Hampshire stand er bereits ganz oben. Und nun gewinnt er auch in South Carolina, dem ersten großen Bundesstaat. Bemerkenswert ist vor allem, dass Trump nach ersten Analysen viele Stimmen der Evangelikalen holt. Die rechtsgerichteten Christen galten bislang als treuer Cruz-Anhänger.

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  2. Nur Rubio kann Trump noch gefährlich werden
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