Vorlesen

Syrien: Russland glaubt nicht an Chemiewaffen-Einsatz

Uhr
Der russische Außenminister Sergej Lawrow in Berlin nach dem Nato-Russland-Rat auf einer Pressekonferenz. (FOTO: DPA) 
Russland rechnet nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow nicht mit einem Einsatz der syrischen Chemiewaffen durch die Führung in Damaskus.
Drucken per Mail
Moskau/RTR. 

Das wäre politischer Selbstmord, sagte Lawrow in einem am Montag veröffentlichten Interview des Fernsehsenders Russia Today. Die Regierung habe die Waffen zwar bewegt, dies aber nur aus Sicherheitsgründen getan. Die Chemiewaffen würden nun an zwei Orten gelagert, um sicherzustellen, dass sie geschützt seien, erklärte der Minister.

Die Regierung in Damaskus hat wiederholt betont, sie werde keine Chemiewaffen einsetzen. An dieser Zusicherung gibt es in westlichen Ländern jedoch Zweifel. Die Nato hat Syrien bei einem Einsatz gegen die vorrückenden Rebellen mit einem Eingreifen gedroht. Syriens Vorräte an Chemiewaffen gelten als die größten in der Region und sollen unter anderem aus Sarin, Senfgas und VX bestehen. Die Opposition berichtete unterdessen, bei Kämpfen in der Stadt Homs hätten Regierungstruppen Giftgas eingesetzt.

Auch interessant