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Somalia: Extremisten töten französische Geisel

Uhr | Aktualisiert 17.01.2013 17:17 Uhr
Ein somalischer Soldat steht auf einem Dach in der Nähe des Indischen Ozeans in Mogadischu in Somalia. (ARCHIVFOTO: DPA) 
Die islamistische Shebab-Miliz in Somalia hat nach eigenen Angaben ihre französische Geisel getötet. Der Geheimdienstagent Denis Allex sei am Mittwoch „hingerichtet“ worden.
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Mogadischu/AFP. 

Die islamistische Shebab-Miliz in Somalia hat nach eigenen Angaben ihre französische Geisel getötet. Der Geheimdienstagent Denis Allex sei am Mittwoch „hingerichtet“ worden, teilte die Miliz im Online-Kurznachrichtendienst Twitter am Donnerstag mit. Ein Shebab-Sprecher bestätigte die Nachricht in einem Anruf bei der Nachrichtenagentur AFP. Er kündigte die Veröffentlichung von „Audio- und Videodokumenten“ als Beweise zu einem späteren Zeitpunkt an, „wenn wir es entscheiden“.

Die Miliz hatte am Montag nach einer gescheiterten Befreiungaktion durch französische Spezialkräfte via Twitter mitgeteilt, über das Schicksal der nach ihren Angaben noch lebenden Geisel sei „einmütig“ entschieden worden. Am Mittwoch hieß es dann, die Geisel sei zum Tode verurteilt worden.

Der Franzose war 2009 gemeinsam mit einem Kollegen entführt worden. Dem Kollegen gelang später die Flucht. In der Nacht zum Samstag vergangener Woche hatte die französische Armee versucht, die Geisel zu befreien, die Aktion endete aber in einem Blutbad. Nach französischen Angaben wurden 17 Islamisten, ein französischer Soldat und wahrscheinlich auch die Geisel getötet. Die Islamisten beharrten hingegen darauf, dass die Geisel noch am Leben gewesen sei.