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Sicherheitskonferenz: USA betonen Partnerschaft mit Europa

Uhr | Aktualisiert 01.02.2013 22:30 Uhr
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US-Vizepräsident Joe Biden ist Befürchtungen entgegengetreten, die Vereinigten Staaten könnten das Interesse an Europa verlieren.
berlin/München/MZ. 

Die transatlantische Partnerschaft bleibe für die USA von überragender Bedeutung, sagte er am Freitag nach einem Kurzbesuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Er könne sich nicht vorstellen, wie die USA ohne Unterstützung der Europäer ihre Interessen in der Welt wahren könnten. "Deutschland ist ein besonders wichtiger und entscheidender Partner."

Asien im Blick

Angesichts des Aufstiegs neuer Mächte in Asien versprach Merkel, dass die Europäer, "Jahr für Jahr für die transatlantische Freundschaft weiter arbeiten wollen und müssen". Merkel setzte sich erneut für rasche Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen der EU und den USA über eine transatlantische Freihandelszone ein.

Unmittelbar nach dem Treffen reiste Biden weiter nach München, wo am Nachmittag die 49. Sicherheitskonferenz begann. Bis Sonntag werden dort rund 600 Politiker und Experten aus aller Welt über aktuelle Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik diskutieren, darunter die Konflikte in Mali, Syrien und Afghanistan. Zum Auftakt hob auch Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) die Relevanz des transatlantischen Verhältnisses hervor. Europa sei vielleicht nicht der denkbar beste Partner der USA in der Welt, aber es sei sicherlich der Bestmögliche. Er trat der Ansicht entgegen, die Vereinigten Staaten hätten sich von Europa ab- und dem Pazifik zugewandt. Die Vermutung, man stehe vor einem pazifischen Jahrhundert sei im Jahr 2013 etwas verfrüht.

Warnung vor Selbstüberschätzung

Der Verteidigungsminister mahnte zugleich, dass sich die Nato und der Westen nicht überschätzen dürften. "Wir sollten nicht glauben, dass wir alle Entwicklungen überall auf der Welt lenken können." Man könne einen Beitrag zur Lösung von Konflikten leisten, mehr nicht.