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Gewaltsame Übergriffe am Hauptbahnhof: Erschütterndes Polizei-Protokoll aus der Kölner Silvesternacht

Am Kölner Hauptbahnhof hat es in der Silvesternacht etliche sexuelle Übergriffe gegeben.

Am Kölner Hauptbahnhof hat es in der Silvesternacht etliche sexuelle Übergriffe gegeben.

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dpa

Köln -

Es ist ein schockierendes Bild, dass ein vertraulicher Polizeibericht von der Silversternacht am Kölner Hauptbahnhof zeichnet. Der „Bild“-Zeitung liegt ein internes Dokument eines leitenden Beamten vor. Der Mann wurde mit der ihm unterstellten Hundertschaft als Unterstützung zum Hauptbahnhof gerufen.

In seinem Bericht schreibt er, dass er und seine Kollegen schon bei der Ankunft am Vorplatz „von aufgeregten Bürgern mit weinenden und geschockten Kindern“ über die Zustände im und um den Bahnhof informiert wurden. Einsatzfahrzeuge seien mit Böllern beworfen worden.

„Am Vorplatz und der Domtreppe befanden sich einige Tausend meist männliche Personen mit Migrationshintergrund, die Feuerwerkskörper jeglicher Art und Flaschen wahllos in die Menschenmenge feuerten bzw. warfen“, schriebt der Polizist.

Körperliche Gewalt bei der Räumung

Selbst das Erscheinen der Polizeikräfte und getroffene Maßnahmen hätten die Massen nicht von ihrem Tun abgehalten. Frauen durchliefen einen „im wahrsten Sinne Spießrutenlauf“ durch die stark alkoholisierten Männermassen.

Der Polizist schildert weiter: „Wir kamen zu dem Entschluss, dass die uns gebotene Situation (Chaos) noch zu erheblichen Verletzungen, wenn nicht sogar zu Toten führen würde.“ Daraufhin habe man beschlossen den Bahnhofsvorplatz und die Domtreppe zu räumen. Dabei seien die Polizisten immer wieder mit Feuerwerkskörpern beschossen und mit Flaschen beworfen worden. „Aufgrund dieser Situation unterstützten die Räumung des Einsatzraumes mit massivem Zwangseinsatz in Form von einfacher körperlicher Gewalt.“

Überforderte Polizeibeamte

„Zahlreiche weinende und schockierte Frauen/Mädchen“ hätten bei den Beamten sexuelle Übergriffe durch „mehrere männliche Migranten/-gruppen“ geschildert. Sie hätten nicht allen Übergriffen und Straftaten Herr werden können, man konnte nicht jedem Opfer einer Straftat helfen und den Täter dingfest machen, schreibt der Polizist. „Dafür waren es einfach zu viele zur gleichen Zeit.“

Umzingeln von Opfern, Zeugen oder Tätern hinderte die Polizisten daran, zur Hilfe zu eilen oder zu ermitteln. „Geschädigte/Zeugen wurden vor Ort, bei Nennung des Täters bedroht oder im Nachgang verfolgt“, heißt es in dem Protokoll weiter.

Mutmaßliche Täter hätten vor den Augen der Polizisten mit einem Grinsen im Gesicht ihre Aufenthaltstitel zerrissen. „Ihr könnt mir nix, hole mir morgen einen neuen“ oder „Ich bin Syrer, ihr müsst mich freundlich behandeln! Frau Merkel hat mich eingeladen“ sollen sie gesagt haben.

Dienststelle überfüllt

Erteilten die Beamten Platzverweise, hätten sich die betreffenden Personen einen Spaß daraus gemacht. Irgendwann hätten sie niemanden mehr in Gewahrsam nehmen können, da die Dienststelle an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen sei.

„Maßnahmen der Kräfte begegnete einer Respektlosigkeit, wie ich sie in 29 Dienstjahren noch nicht erlebt habe“, schreibt der Polizist in seinem Bericht. Der Einsatz viel zu weniger Polizeikräfte haben alle eingesetzten Kollegen „ziemlich schnell an die Leistungsgrenze“ gebracht. (ksta)