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Politischer Aschermittwoch der AfD: Höcke erklärt AfD zur künftigen Kanzlerpartei

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Thüringer Landtag, Björn Höcke, spricht beim politischen Aschermittwoch der AfD in Güsten

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Thüringer Landtag, Björn Höcke, spricht beim politischen Aschermittwoch der AfD in Güsten

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dpa

Güsten -

Der Thüringer Landeschef der rechtspopulistischen AfD, Björn Höcke, sieht seine Partei bundesweit mittelfristig bei 30 Prozent. Das sei realistisch, sagte er am Mittwoch beim Politischen Aschermittwoch dreier Landesverbände in Güsten (Sachsen-Anhalt). „Und die AfD hat das Potenzial, die neue Kanzlerpartei zu werden“, bemerkte der wegen verschiedener Äußerungen umstrittene Politiker unter „Höcke“-Rufen vor rund 150 Zuhörern im Saal.
Bei seinem Auftritt teilte er vor allem gegen die Bundesregierung und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aus. Unter langem Applaus rief Höcke auf der Faschingsbühne, Krankheiten seien heilbar „und für Frau Merkel könnte eine Konfrontationstherapie hilfreich sein“. Die Reden des Abends drehten sich nahezu ausschließlich um die Asylpolitik.

Die AfD-Landesverbände von Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg hatten am Mittwoch zu einem gemeinsamen Politischen Aschermittwoch nach Sachsen-Anhalt geladen. Dort wird am 13. März ein neuer Landtag gewählt. Der Thüringer Höcke war bereits Ende Januar zur Wahlkampfunterstützung seines Vertrauten, des sachsen-anhaltischen Landeschefs André Poggenburg, ins benachbarte Bundesland gekommen. Umfragen sagten den Rechtspopulisten für die Wahl in Sachsen-Anhalt zuletzt einen Stimmenanteil von bis zu 15 Prozent voraus. (dpa/mz)