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Martin Schulz: Was Sie über den SPD-Kanzlerkandidaten wissen sollten

Berlin -

Martin Schulz wird die SPD ab Mitte März offiziell als Parteichef führen. Schon jetzt ist klar: Der 61-Jährige ist Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten für die Bundestagswahl 2017.

Im Willy-Brandt-Haus in Berlin sprach Martin Schulz am 29. Januar 2017 fast schon überschwänglich über seine Ziele. „Unsere Partei, die SPD, tritt mit dem Anspruch an, bei der kommenden Bundestagswahl die stärkste politische Kraft zu werden“, sagt er zum Beispiel.

Und zu seinen eigenen Chancen, Kanzler zu werden erklärte Martin Schulz: „Ich trete an mit dem Anspruch, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden.“ Die Chancen sind in jedem Fall erfolgversprechender als die von Sigmar Gabriel. „Ich bin gefühlt und faktisch der bessere Kandidat“, sagt Martin Schulz.

Doch wer ist dieser Martin Schulz überhaupt? Fragen und Antworten zu dem designierten Parteivorsitzenden der SPD, der bislang zwar in der Europapolitik auf sich aufmerksam machte, in der Bundespolitik aber ein unbeschriebenes Blatt ist.

Wie ist Martin Schulz aufgewachsen?

Schulz‘ Vater war Polizeibeamter im mittleren Dienst, seine Mutter gehörte zu den Gründungsmitgliedern des CDU-Ortsverbands Würselen. Würselen liegt in der Nähe von Aachen und ist damit eine kleine Stadt in Nordrhein-Westfalen. Die Familie hat fünf Kinder – Martin Schulz, geboren am 20. Dezember 1955 in Hehlrath, ist das jüngste von ihnen. „Ich bin der Sohn von einfachen Leuten“, sagt Schulz.

Hat Martin Schulz eine eigene Familie?

Ja, Martin Schulz hat zwei erwachsene Kinder. Sie heißen Nico (26, Historiker) und Lina (30, Schauspielerin). Seine Frau Inge (60) ist Landschaftsarchitektin, sie betreibt in Würselen ein Büro. Martin Schulz ist bereits seit 30 Jahren verheiratet. Gemeinsame Auftritte gab es in der Vergangenheit selten. Inge Schulz war immer darum bemüht, Familie und Politik zu trennen.

Äußerungen zum Eheleben stammen in der Regel von Martin Schulz. Interviews mit Inge Schulz gibt es nicht. Die Rheinische Post schrieb mal, was Inge Schulz anderen sage, wenn sie gefragt werde, wie es ihrem Mann geht: „Gut, aber er muss mehr Sport machen.“ Martin Schulz hat seiner Frau versprochen, dass er sie nicht zur Werbefigur für den Politiker Martin Schulz machen wird. „Und dieses Versprechen halte ich seit 30 Jahren“, so Schulz.

Inge Schulz akzeptiert übrigens die Kanzlerkandidatur ihres Mannes, sagt Martin Schulz. „Auch wenn es bedeutet, dass ich länger in einem politischen Amt sein könnte.“

Seit wann beschäftigt sich Martin Schulz mit Politik?

Im Alter von 19 Jahren trat er in die SPD ein. Bereits mit 31 wurde er Bürgermeister seiner Heimatstadt Würselen – damals war er der jüngste Bürgermeister Nordrhein-Westfalens.

Feierlich wird Martin Schulz 1987 die Bürgermeisterkette umgehängt.

Feierlich wird Martin Schulz 1987 die Bürgermeisterkette umgehängt.

Foto:

Sevenich

Wann wagte Martin Schulz den Schritt nach Europa?

Martin Schulz war 38 Jahre alt, als er 1994 sein erstes Mandat im Europäischen Parlament errang. Danach legte er eine beachtliche Karriere in hin. Sieben Jahre war Martin Schulz Fraktionsvorsitzender, fünf Jahre Parlamentspräsident (2012-Januar 2017). Der EU-Kommission hat er wiederum nie angehört.

2004 erreichte er Berühmtheit, weil er den Italiener Silvio Berlusconi so erzürnte, dass diese ihn als „Kapo“ beschimpfte. 23 Jahre war er insgesamt im Europaparlament.

Welche Schulausbildung hat Martin Schulz absolviert?

Ein Überflieger in der Schule war Schulz wohl nicht. Wegen schlechter Leistungen in der Oberstufe, Schulz blieb zwei Mal sitzen, wurde er nicht zum Abitur zugelassen und verließ das katholische Heilig-Geist-Gymnasium 1974 mit der Fachhochschulreife. Schulz: „Ich war ein Sausack in der Schule!“ WeltN24 schrieb im Oktober 2016 über Martin Schulz: „Martin Schulz’ Leben ist schillernder als die Lebensläufe der meisten Politiker.“

Martin Schulz im Portrait: Ein Besuch in Würselen

Über Martin Schulz gibt es bereits eine Biografie. Der Titel: „Vom Buchhändler zum Mann für Europa“ heißt das Werk (Czernin Verlag), verfasst hat es Margaretha Kopeinig, Brüsseler Korrespondentin der österreichischen Zeitung Kurier. Martin Schulz: „Ich wollte eigentlich nicht, dass eine Biografie über mich erscheint.“ Das Buch sei „nett“, und „so nett“ sei er gar nicht, sagt Schulz über Schulz.

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Stimmt es, dass Martin Schulz trotzdem mehrere Fremdsprachen spricht?

Ja, das ist richtig. Martin Schulz hat zwar kein Abitur, er wäre also der erste Kanzler ohne diesen Schulabschluss, spricht jedoch fünf Fremdsprachen.

Welche Berufsausbildung hat Martin Schulz?

Martin Schulz ist Buchhändler. In Würselen hat er eine Buchhandlung betrieben. Der Name: „Buchhandlung Martin Schulz“. Derzeit führe seine einstige Mitarbeiterin die Buchhandlung weiter. Schulz: „Bis heute kommen Leute, die sagen, sie hätten gern den Herrn Schulz gesprochen.“

Welche Hobbys hat Martin Schulz?

Fußball spielen kann Martin Schulz sehr gut. Eigentlich wollte er sogar Profi werden. Allerdings kam ihm eine Verletzung im linken Knie dazwischen. Heute ist er Fan des 1. FC Köln. Ansonsten liest der gelernte Buchhändler sehr gerne und viel – nach Möglichkeit jeden Tag. Vor allem auf langen Autofahrten und im Flugzeug. Eines seiner Lieblingsbücher ist „Die Schlafwandler“ von Christopher Clarks. Übrigens: Aus dem Buch über das Abdriften Europas in den Ersten Weltkrieg zitiert Angela Merkel gerne.

Darüber hinaus singt Martin Schulz gerne. Der Zeitschrift Bunte verriet er einmal, dass er sehr gerne französische Chansons sänge. Allgemein sei er schon immer sehr frankophil gewesen.

Martin Schulz ist dem Alkohol nicht abgeneigt. Stimmt das?

Nein, seit 1980 hat Martin Schulz keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken. Davor, als Schulz gerade einmal volljährig war, begann er zu trinken. Schulz wollte eigentlich Fußballprofi werden, wurde dann jedoch Sportinvalide. Das linke Knie... „Mit Anfang 20 war ich der durchgeknallteste junge Mann in ganz Deutschland“, so Schulz.

Nach eigenen Angaben merkte er aber selbst schnell, wie ihn der Alkohol kaputt machte. Martin Schulz: „Ich weiß, was es bedeutet, wenn man vom Weg abkommt, aber ich weiß auch, wie gut es sich anfühlt, wenn die Familie und Freunde einen wieder aufrichten und man dadurch eine zweite Chance bekommt.“ Laut einem Spiegel-Porträt von 2013 trägt er sich damals auch mit Selbstmordgedanken, sein Bruder und ein Bekannter richten ihn wieder auf. Der 26. Juni 1980 sei ein Wendepunkt gewesen, an diesem Tag habe Schulz beschlossen, ein neues Leben zu beginnen.

Martin Schulz: „Ich habe nichts zu verheimlichen“

Martin Schulz geht mit seiner Vergangenheit bemerkenswert offen um. In einem Interview mit dem Magazin Bunte sagte er: „Ich habe nichts zu verheimlichen. Die Kämpfe, die ich in meinem Leben auszutragen hatte, habe ich ausgetragen – und zwar erfolgreich.“ Schulz habe in den schlimmsten Zeiten alles getrunken, war er kriegen konnte. Das Schlimmste sei gewesen, wenn man morgens mit dem Gefühl aufwache, versagt zu haben. Er habe alles getrunken, was er kriegen konnte. Täglich nehme man sich vor, es besser zu machen. Schaffe es aber auch am nächsten Tag nicht. “Das ist ein deprimierendes Gefühl. Solche Prozesse brechen dir langsam das Rückgrat“, so Schulz im Magazin Bunte.

Bei der Vorstellung seiner Biografie Mitte Oktober 2016 sagte er: „Ich habe den Faden in meinem Leben verloren, war mal ganz unten.“ Alles in seinem Leben habe er einst exzessiv gemacht, das Trinken, das Rauchen. Beides gab er auf. Schulz: „Vielleicht kann mein Leben anderen Mut machen, auch ihre Sucht anzugehen. Ich war ein Sausack.“

Martin Schulz: Der SPD-Kanzlerkandidat bei seiner Antrittsrede

Welche Auszeichnungen hat Martin Schulz erhalten?

Das GQ-Magazin wählte ihn im Jahr 2012 zum „Mann des Jahres“ in der Kategorie Politik. Die Arbeiterwohlfahrt hat ihm im Oktober 2016 den Heinrich-Albertz-Friedenspreis verliehen. Gerhard Schröder hielt damals die Laudatio, bezeichnete Schulz als „großen Europäer“. Davor gab es mehrere Ehrendoktorwürden, den Karlspreis zu Aachen und und und. Eine Auflistung gibt es bei Wikipedia.

Welche Auswirkung hat die Kanzlerkandidatur von Martin Schulz für die SPD?

Für die Sozialdemokraten bedeutet der Wechsel von Sigmar Gabriel auf Martin Schulz neue Hoffnung. Bei seiner Präsentation im Willy-Brandt-Haus in Berlin feierten mehrere hundert Mitglieder, dicht an dicht gedrängt, den bisherigen Europapolitiker wie einen Erlöser. Innerhalb von einer Woche habe es zudem rund 1800 Neueintritte in die SPD gegeben.

Martin Schulz über die Werte, für die ein Bundeskanzler stehen sollte.

Bei seiner offiziellen Präsentation Ende Januar formulierte es Martin Schulz so: „Nach meinem Verständnis muss ein Bundeskanzler für die Alltagssorgen, für die Hoffnungen wie für die Ängste der Menschen nicht nur Verständnis  haben, sondern er muss sie selbst mit einer tiefen Empathie empfinden können.“ Und: „Sonst ist er oder sie fehl am Platz.“

Über den „modernen Politiker“ sagte er in einem ZDF-Gespräch mit Richard David Precht: Wer den Menschen eine glaubhafte Erzählung vermitteln wolle, sagt er, müsse etwas mitbringen, um diese Menschen zu überzeugen. „Das ist Authentizität. Sie dürfen nicht scheinen als ob. Sie müssen so sein, wie Sie es sagen.“ Und: „Es muss wieder mehr von diesen mutigen Typen geben.“

Was sagt Martin Schulz über Sigmar Gabriel?

Für Martin Schulz ist Sigmar Gabriel ein „toller Typ" - und auch ein Freund. Der SPD-Kanzlerkandidat lobt Gabriel für seine Entscheidung, nicht als Kanzlerkandidat der SPD ins Rennen zu gehen. „Eine große charakterliche Leistung, vorbildlich“, schwärmte Martin Schulz bei der Talkshow Anne Will Ende Januar.

Was sagt Martin Schulz über Angela Merkel?

„Ich arbeite mit Angela Merkel so lange zusammen wie kaum einer sonst außerhalb ihrer Partei“, sagte er dem Spiegel. „Ich habe sie studieren können, ich habe sie kennengelernt.“ Und dabei hat er gewisse Sympathien für Merkel entwickelt. Kanzler will er trotzdem werden.

Ist Martin Schulz bei Facebook oder Twitter aktiv?

Ja, in heutigen Zeiten ist das selbstverständlich. Bei Facebook hatte Martin Schulz Ende Januar 2017 immerhin 234.108 Fans. Auch auf Twitter ist Martin Schulz unterwegs. Dort scheint er hin und wieder auch selbst etwas zu posten. Am Tag seiner offiziellen Präsentation als SPD-Kanzlerkandidat schrieb er bei Twitter: „Ein irres Gefühl: Gerade bin ich vom Vorstand meiner Partei zum Kanzlerkandidaten nominiert worden. Ich bin demütig und dankbar.“ Und weiter: „Ich danke euch. Für das Vertrauen. Für die Unterstützung. Für diesen Tag. Danke. Und ab morgen heizen wir den Schwarzen ein!“

Hat Martin Schulz auch eine Homepage?

Aber natürlich. Sie ist unter martinschulz.spd.de zu erreichen.

So sieht die Homepage von Martin Schulz aus.

So sieht die Homepage von Martin Schulz aus.

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Screenshot

Wie hoch war das Gehalt von Martin Schulz, als er Präsident des Europäischen Parlaments gewesen ist?

Als Präsident hat Martin Schulz 304 Euro pro Tag erhalten, also insgesamt 110.960 Euro. Die Abgeordneten-Diät betrug 99.024 Euro. Steuerfreie Wohnkostenpauschalen (45.633 €) und auch eine Repräsentationspauschale (17.016 €) eingerechnet, kam Martin Schulz laut Berechnung der BILD auf ein steuerfreies Gehalt in Höhe von 22.197 €.

Wie hoch wäre das Gehalt für einen Bundeskanzler Martin Schulz?

Ab Februar 2017 verdient Bundeskanzlerin Angela Merkel 18.820 € pro Monat - inklusive Ortszuschlag. Das jährliche Amtsgehalt von Martin Schulz würde im Fall der Fälle damit 225.840 Euro betragen.

Merkel oder Schulz: Was sagen die Umfragen?

Im rein theoretischen Fall, dass man den Kanzler direkt wählen könnte, würden sich laut einer Studie von Infratest dimap vom 26. Januar 2017 41 Prozent der Befragten für Angela Merkel entscheiden (-2 Punkte seit Dezember). Ebenso viele, 41 Prozent, würden Schulz wählen (+5). Für 11 Prozent kommt keiner der beiden in Frage.

Was hält Martin Schulz vom deutschen Steuermodell?

Der SPD-Kanzlerkandidat hat Ende Januar auf der SPD-Vorstandsklausur Signale gegeben, vor allem „Riesenvermögen“ stärker besteuern zu wollen als kleine und mittlere. Zudem dürften Erträge aus Kapital künftig nicht mehr geringer besteuert werden wie Arbeitseinkommen. So will die SPD die pauschale Abgeltungsteuer von 25 Prozent auf Kapitalerträge abschaffen. Keine konkreten Angaben machte Schulz, wie er zu der von Linken und Teilen der Grünen geforderten Wiedereinführung der Vermögensteuer oder einer höheren Besteuerung von Firmenerben steht: „Die Reduzierung der Debatte nur auf diese Kampfbegriffe ist völlig falsch.”

Die SPD profitiert vom „Schulz-Effekt“  - Was ist damit gemeint?

Die Nominierung von Martin Schulz als Kanzlerkandidat hat eine regelrechte Euphorie in der SPD ausgelöst. Das sorgt für viele Neueintritte in der Partei. Seit dem vergangenen Dienstag sind allein in Berlin 285 Neumitglieder in die Partei eingetreten. In Umfragen erreicht die SPD dank Martin Schulz Höchstwerte. Im Wahltrend von „Stern“ legt die SPD von 21 auf 26 Prozent zu und erreicht damit den höchsten Wert seit der Bundestagswahl 2013.

Ist die Martin-Schulz Euphorie auch in Sachsen-Anhalt zu spüren?

Ja, das ist sie. Die halleschen Genossen allein haben in den  letzten Tagen 18 neue Anträge erhalten. „Das hängt mit der Aufbruchstimmung durch Martin Schulz zusammen“, ist sich SPD-Stadtverbandschef Christian Weinert sicher: „Man spürt, dass die Kandidatur weit in die Partei hinwirkt.“.

Der SPD-Stadtverband Halle ist der mitgliederstärkste in Sachsen-Anhalt. Wenn die jüngsten Zutritte erfolgt sind, zählt er 488 Genossen.

Donald Trump: Was Martin Schulz vom US-Präsidenten hält!

Gute Freunde werden Martin Schulz und Donald Trump wohl nicht. In Pinneberg bei Hamburg verurteilte der Kanzlerkandidat der SPD den Stil des Wahlkampfes des US-Präsidenten. Donald Trump habe alle Grenzen des Respekts eingerissen, sagte Schulz vor rund 300 Schülern. „Die Kandidatinnen und Kandidaten anderer Parteien sind doch nicht meine Feinde, das sind in der Demokratie Wettbewerber”, betonte Schulz.

Man habe nicht das Recht, andere Kandidaten in ihren Persönlichkeitsrechten mit Fake News, Shitstorms oder anderen Mitteln herabzuwürdigen. „Das, was er (Trump) in seinem Wahlkampf gemacht hat, ist das Gegenteil von Respekt.”

Netz-Kult um Martin Schulz: Das sagt der SPD-Kanzlerkandidat zum Hype auf Reddit

Martin Schulz wird im Netz gefeiert. Der SPD-Kanzlerkandidat wird auf einer deutschsprachigen Unterseite der Diskussionsplattform Reddit als „der Gottkanzler“ bezeichnet, der mit seiner „hohen Energie“ ganz Europa wieder nach vorne bringt. MEGA bedeutet hier „Make Europe Great Again“, eine Abwandlung des zentralen Trump-Hashtags #MAGA, Make America Great Again. Der sogenannte Subreddit, also das Unterforum, in dem das stattfindet, heißt "r/the_schulz". Aus dem bodenständigen Sozialdemokraten wird dort ein Überflieger gemacht, dem das Kanzleramt quasi nicht mehr zu nehmen ist.

So wird Martin Schulz bei Reddit gefeiert

Mittlerweile hat Martin Schulz auf den Reddit-Hype reagiert: „Liebe Reddit-User, danke erstmal für diese ungeheure Unterstützung“, meldet sich der SPD-Kanzlerkandidat prompt bei Youtube zu Wort. „Das ist ja eine richtige Welle, die ihr da lostretet“. Die ganze Dankesrede an die Netz-Anhänger sehen Sie im Video:

Wieso der Bart für Martin Schulz so wichtig ist.

Martin Schulz ohne Bart - kaum vorstellbar. Für Promi-Friseur Udo Walz (72) ist klar: „Der Bart muss ab.“ Seine Begründung:  „Weil das jünger aussieht, gepflegter. Das würde ihm helfen.“ Bislang gab es noch keinen Bundeskanzler mit Bart. 1994 trat Rudolf Scharping (SPD) mit Bart an - und verlor gegen Helmut Kohl.  taz.de schrieb Anfang Februar 2017, dass Schulz' Bart- und Brillenmode „den Swag eines Sparkassenangestellten“ atmen.

Der Bunten zufolge sitzt der SPD-Kanzlerkandidat alle ein bis zwei Wochen bei seinem Friseur Robert Mickartz in Würselen auf dem Stuhl. „Viele denken, bei ihm ist wegen der wenigen Haare nicht viel zu machen, aber sein Kopf darf nicht aussehen wie ein Kranz. Außerdem muss der Bart Dynamik haben“, sagt der Mann, der wirklich etwas mit Schulz' Bart zu tun hat.

Übrigens: Frauen nehmen Männer mit Bärten unter Glattrasierten als attraktiver wahr. Das ist das Ergebnis einer Studie der University of New South Wales in Sydney. Die Wissenschaftler zeigten Frauen mehrere Bilder von glattrasierten Männern und schließlich das Foto eines Bärtigen. Der Mann mit Bart schnitt bei den Probandinnen am besten ab. Martin Schulz wird es gerne hören...

Link-Empfehlung: Was man über Bärte wissen muss

Was sagt die CDU über Martin Schulz?

Generalsekretär Peter Tauber kritisierte in der Welt am Sonntag Martin Schulz scharf. „Kein Mensch weiß, wofür der Kandidat Schulz steht”, sagte Tauber. Sich bei Twitter und Facebook feiern zu lassen, ersetze kein Programm.

Der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak, meint: „Ab jetzt muss Martin Schulz gestellt werden. Seine Schonzeit ist vorbei. Ich sehe keine Inhalte, kein Konzept, keine Vision für unser Land bei Martin Schulz.“

Dagegen sieht EU-Kommissar Günther Oettinger in der Nominierung von Schulz einen Gewinn für die „parlamentarische Demokratie”. „Es stärkt beide Volksparteien, weil es das Duell Merkel-Schulz in den Mittelpunkt rückt und die SPD aus ihrem 20-Prozent-Elend bringt”, sagte er der Bild am Sonntag.

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