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Japan: Fukushima-Katastrophe kostet rund 100 Milliarden Euro

Uhr | Aktualisiert 31.12.2012 13:32 Uhr
Helfer sprühen Kunstharz auf dem Gelände des havarierten Atomkraftwerkes im japanischen Fukushima aus, um radioaktiven Staub zu binden. (ARCHIVFOTO: DPA) 
Die Fukushima-Katastrophe im März 2011 wird den japanischen Staat deutlich mehr Geld kosten als bislang geschätzt. Nach Angaben des Kraftwerksbetreiber Tepco werden Opfer-Entschädigungen und Aufräumarbeiten mit über zehn Billionen Yen (rund 97 Milliarden Euro) zu Buche schlagen.
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Tokio/dpa. 

Die Fukushima-Katastrophe im März 2011 wird den japanischen Staat deutlich mehr Geld kosten als bislang geschätzt. Wie der Kraftwerksbetreiber Tepco am Mittwoch mitteilte, werden die Entschädigungen an die Opfer und die Aufräumarbeiten mit mehr als zehn Billionen Yen (rund 97 Milliarden Euro) zu Buche schlagen.

Tokyo Electric Power Co (Tepco) werde die Regierung daher um eine zusätzliche Finanzspritze bitten. „Ein Unternehmen allein kann solche Kosten nicht tragen“, hieß es in einer Mitteilung. Im Juli hatte die Regierung dem angeschlagenen Betreiber bereits mit einer Billion Yen unter die Arme gegriffen und das Unternehmen im Gegenzug verstaatlicht. Am 11. März 2011 war Japan von einem gewaltigen Erdbeben der Stärke 9,0 erschüttert worden. Ein dadurch ausgelöster Tsunami riss mehr als 15 800 Menschen in den Tod.

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