Vorlesen

Innere Sicherheit: Amt sammelt Daten von Waffenbesitzern

Uhr | Aktualisiert 19.11.2012 17:12 Uhr
Ein Revolver mit Patronen liegt auf einem Schießstand in Berlin auf einem Tisch. Im Nationalen Waffenregister werden die Daten von rund 550 lokalen Waffenbehörden zusammengefasst. (FOTO: DPA) 
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) stellt am Montag Pläne für ein neues Nationales Waffenregister vor. Deutschland erfüllt damit eine EU-Vorgabe. Hintergrund sind unter anderem die Amokläufe von Erfurt und Winnenden.
Drucken per Mail
Berlin/MZ. 

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) stellt am Montag Pläne für ein neues Nationales Waffenregister vor. In der Datenbank beim Bundesverwaltungsamt in Köln sollen bis Ende des Jahres Informationen von rund 550 lokalen Waffenbehörden zusammengefasst werden. Damit soll es möglich werden, erlaubnispflichtige Schusswaffen künftig schneller ihren Besitzern zuordnen zu können.

Der Bundestag hatte die Einrichtung des Registers im April beschlossen. Deutschland erfüllt damit eine EU-Vorgabe, die bis Ende 2014 umgesetzt werden sollte. Hintergrund sind unter anderem die Amokläufe von Erfurt und Winnenden. In Erfurt erschoss 2002 ein 19-Jähriger 16 Menschen und sich selbst, in Winnenden brachte ein 17-Jähriger 2009 insgesamt 15 Menschen um, bevor er sich selbst das Leben nahm.

Neben Friedrich werden der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, der Präsident des Bundesverwaltungsamtes, Christoph Verenkotte, und der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Lorenz Caffier (CDU), in Berlin über die Pläne informieren.

Auch interessant