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Hintergrund: Rote Armee Fraktion (RAF) und ihre Opfer

Hamburg/dpa. -

Die «erste Generation» um den Kaufhaus-Brandstifter Andreas Baaderund die Journalistin Ulrike Meinhof konzentrierte ihre Gewalttatenbis 1972 aus Protest gegen den Vietnamkrieg vor allem auf US-amerikanische Einrichtungen. Die «zweite Generation» setzte dieTerrorserie als bewaffneten Kampf gegen das «imperialistische System»fort. Als Anführer gelten Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt. IhrHauptanliegen wurde die Befreiung der ersten Generation aus derangeblichen Isolationshaft. Als sich der Staat 1977 mit derEntführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer und einerLufthansa-Maschine nicht erpressen ließ, begingen die TerroristenBaader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe im Gefängnis Stuttgart-Stammheim Selbstmord. Schleyer wurde daraufhin von seinen Entführernermordet.

Danach formierte sich die «dritte Generation» der RAF mit einergut abgeschotteten und namentlich kaum bekannten «Kommandoebene». Aufihr Konto sollen mehrere professionell geplante Morde gehen - etwa andem MTU-Vorstandschef Ernst Zimmermann (1985), dem Siemens-ManagerKarl Heinz Beckurts, dem Bonner Spitzendiplomaten Gerold vonBraunmühl (beide 1986), Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989)und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991). Bis heute wissendie Ermittler in keinem dieser Fälle, wer genau die Täter waren.


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