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Hintergrund: Drastische Daten zum Klimawandel

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Zwei Jungen laufen über trockene Erde im Norden von Kenia. In Katar beginnt die UN-Klimakonferenz. (FOTO: DPA)

Der Klimawandel wird in vielen Bereichen stärker als vorhergesagt. Weltbank und UN-Umweltprogramm Unep rufen die Staaten auf dem Klimagipfel in Doha zum Handeln auf.
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Berlin/dpa. 

Eine noch als verträglich geltende Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad scheint immer schwieriger erreichbar.

- Die Weltbank fordert Regierungen dazu auf, die rund eine Billion Dollar (etwa 775 Milliarden Euro) hohen Subventionen für Kohle und andere fossile Brennstoffe in alternative Energien umzulenken. Andernfalls könne sich die Erde um vier Grad erwärmen.

- Sollte der Treibhausausstoß so weitergehen wie bislang, sei es zumindest wahrscheinlich, dass bis 2100 die Erwärmung zwei Grad Celsius übersteige, berichtet die Zeitung „taz“ mit Verweis auf ein internes Arbeitspapier des Weltklimarates.

- Nach Angaben des UN-Umweltprogramms wird der globale Treibhausgasausstoß ohne massiven Umschwung bis 2020 auf 58 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) pro Jahr steigen. Solle das Zwei-Grad-Klimaziel erreicht werden, dürfe der Anstieg bis dahin jedoch nicht mehr als 44 Gigatonnen betragen. Anstatt zu sinken, seien die Emissionen weltweit seit dem Jahr 2000 bereits um etwa 20 Prozent gestiegen.

- Die arktische Meereisfläche war 2012 nur noch halb so groß wie in den 1970er Jahren. Sie schmilzt damit schneller als berechnet. Auch der Meeresspiegel steigt rascher als vom Weltklimarat erwartet.