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Extra: Pro Asyl fordert Handeln

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Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl ruft Bund, Länder und Kommunen angesichts steigender Asylbewerberzahlen zum Handeln auf.
Frankfurt am Main/Berlin/DPA. 

„Deutschland wird sich weiter auf einen deutlichen Anstieg einrichten müssen“, sagte Geschäftsführer Günter Burkhardt am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Afghanistan bleibe ein Fluchtland, der Irak sei nach wie vor instabil, und aus Syrien stehe ein großer Zustrom noch bevor.

Deutschland habe bislang aber versäumt, sich darauf einzustellen. Der Staat habe die Kapazitäten in Asylbewerberunterkünften in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgebaut, sagte Burkhardt. „Man ging davon aus, dass die Konflikte Deutschland nicht erreichen.“ Das sei aber ein Trugschluss gewesen.

Burkhardt beklagte eine Politik der Abschottung gegenüber Flüchtlingen in ganz Europa. „Man schließt die Grenzen, schließt die Augen und sorgt nicht vor.“ Er forderte ein Umsteuern. Der Staat solle etwa an Flüchtlinge aus Syrien mit familiären Bindungen nach Deutschland großzügig Visa vergeben und müsse dringend neuen Wohnraum für Asylbewerber schaffen.

Die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Von Januar bis Ende November baten fast 60 000 Menschen um Asyl. Das ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von mehr als 40 Prozent. Die Dezember-Zahlen kommen noch hinzu.