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Eurokrise: Abschwung droht

Uhr | Aktualisiert 27.11.2012 19:11 Uhr
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Im Frühjahr war die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) noch von einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland um 1,9 Prozent im Jahr 2013 ausgegangen - nun ist nur noch von 0,5 Prozent die Rede. Bereits im zweiten Halbjahr 2012 habe die deutsche Wirtschaft an der "deutlich sinkenden Auslandsnachfrage, insbesondere aus anderen Ländern des Euroraums" gelitten, hieß es im OECD-Bericht. Deutsche Unternehmen treffe besonders, dass Investitionsgüter wie Maschinen weniger nachgefragt werden, weil Firmen im In- und Ausland Einschnitte bei ihren Investitionsplänen vornehmen. Die Situation dürfte sich nur langsam verbessern.
Halle (Saale)/MZ. 

Die OECD hielt an ihrer Prognose von einem leichten Schrumpfen der Wirtschaft im vierten Quartal 2012 fest. Im ersten Quartal 2013 dürfte es dann ein Nullwachstum geben, bevor die Wirtschaft langsam wieder anfängt, zu wachsen. Als "Hauptrisiko" für Wachstum bezeichnete die OECD die Eurokrise.

Der Euro-Raum insgesamt dürfte laut OECD im kommenden Jahr in einer leichten Rezession verharren - nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,4 Prozent in diesem Jahr dürfte der Rückgang im kommenden Jahr 0,1 Prozent betragen. Erst 2014 soll es dann wieder ein leichtes Wachstum von 1,3 Prozent geben. Die OECD warnt angesichts der kriselnden Wirtschaft vor einem zu strikten Sparkurs der Regierungen.