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Dreikönigstreffen: Führungsstreit bei FDP spitzt sich zu

Uhr | Aktualisiert 06.01.2013 21:42 Uhr

Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel und der FDP Bundesvorsitzende Philipp Rösler (r) beim Dreikönigstreffen der FDP im Opernhaus in Stuttgart. Bei dem traditionellen Treffen der Liberalen stimmen sich die Parteimitglieder auf das Jahr ein. (FOTO: DPA)

Die FDP hat ihren Führungsstreit auch beim traditionellen Dreikönigstreffen in Stuttgart nicht beilegen können. Die Kluft wurde eher noch tiefer.
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Berlin/MZ/MDC. 

Parteichef Philipp Rösler rief seine parteiinternen Kritiker am Sonntag zur Ordnung und warnte sie davor, die Chancen der FDP bei der Niedersachsen-Wahl am 20. Januar zu gefährden.

Es gehöre „zur Geschichte von Parteivorsitzenden, dass sie kritisiert werden“, sagte er in seiner Ansprache, die wenig Resonanz fand. Die Partei sei nun aber den Wahlkämpfern des niedersächsischen Landesverbands verpflichtet, die in zwei Wochen eine Wahl zu bestehen haben. Er erwarte ein Signal, „dass wir gemeinsam bereit sind zu kämpfen“.

Entwicklungsminister Dirk Niebel nutzte seine Rede hingegen für eine Generalabrechnung. „Es zerreißt mich innerlich, wenn ich den Zustand meiner Partei sehe“, erklärte er. Die Liberalen müssten noch vor dem Parteitag im Mai die Führungsfrage klären. Den meisten Beifall erhielt FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle.

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), sagte der MZ indes: „Es gilt auch für die FDP das alte Prinzip: Entweder muss man einen Parteivorsitzenden stützen. Oder man muss ihn stürzen.“ Er fuhr fort: „Der Umgang mit Philipp Rösler ist nicht fair.“ Und die FDP könne die „Quälerei nicht bis zur Bundestagswahl fortsetzen“.

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