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Bundeswehr: De Maizière stellt Einsatz in Mali in Frage

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Machtkampf in Mali: Der Chef der Übergangsregierung, ein Befürworter einer internationalen Friedenstruppe, war zum Rücktritt gezwungen worden. (FOTO: DPA)

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat den geplanten Mali-Einsatz der Bundeswehr in Frage gestellt. «Ob der Ausbildungseinsatz der EU und unsere Beteiligung richtig sind, lässt sich erst nach intensiver Aufklärung der Lage beantworten».
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Berlin/dpa. 

Das sagte der Minister den «Stuttgarter Nachrichten». Anfang der Woche war der Chef der Übergangsregierung in Bamako, ein Befürworter einer internationalen Friedenstruppe, zum Rücktritt gezwungen worden.

Es könne sein, dass es durch die neue Lage «einen Rückschlag gibt», sagte de Maizière. Unverzichtbare Voraussetzung für den geplanten Einsatz von Militärausbildern sei, dass «der politische Fahrplan in Mali von allen Parteien jenseits des terroristischen Spektrums akzeptiert wird, die Nachbarn Malis eingeschlossen».

Der Norden des westafrikanischen Landes ist in der Hand von islamistischen Rebellen, weshalb befürchtet wird, dass sich dort eine Terroristen-Hochburg etablieren könnte. Eine internationale Friedenstruppe würde im Auftrag der UN entsandt, gemeinsam mit westafrikanischen Verbänden die Einheit des Landes wiederzuherstellen.