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Bernd Schlömer: Piraten-Parteichef fordert radikalen Strategiewechsel

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Im Wahljahr 2013 stehen die Chancen für die Piraten-Partei schlecht. Der Medienrummel ist abgeebbt, die Umfragewerte sind im Keller. (FOTO: DPA) 
Der Vorsitzende der Piratenpartei, Bernd Schlömer, fordert nach der Niederlage seiner Partei bei der Landtagswahl in Niedersachsen einen radikalen Strategiewechsel.
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Berlin/DPA. 

Die Partei könne nicht weiter allein auf Themen setzen, sondern müsse ihre Kampagne auf die Spitzenleute zuschneiden. „Wir müssen Köpfe zeigen, Menschen zeigen, Sympathieträger“, sagte Schlömer der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag). „Die Menschen wissen einfach nicht, wofür die Piratenpartei steht. Und sie verbinden mit der Piratenpartei auch keine Menschen.“

Schlömer räumte ein, dass dies ein Bruch mit dem Grundprinzip der Piraten wäre, wonach allein die Basis über alle politischen Positionen der Partei entscheidet. „Das ist wahr. Aber als Vorsitzender muss ich die Weiterentwicklung der Partei anregen.“ Spätestens im April wolle er ein Spitzenteam für die Bundestagswahl präsentieren. Die Kandidaten sollten die Möglichkeit haben, „eigenverantwortlich Position beziehen zu können“.

Die Piraten haben im Januar den Einzug in den niedersächsischen Landtag nicht geschafft. Auch in bundesweiten Umfragen liegen sie seit Herbst klar unter der Fünf-Prozent-Hürde.