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Winterwetter: Süden und Osten Deutschlands bleiben schneebedeckt

Uhr | Aktualisiert 10.12.2012 13:58 Uhr
Ein Mann versucht in Lauscha (Thüringen) sein Auto frei zu schippen. (FOTO: DPA) 
Viel Schnee im Süden und Osten, kaum Winter im Nordwesten - und zum Ende der Woche klettern die Temperaturen überall wieder: Schnee und Eis haben nur Teile Deutschlands fest im Griff.
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Berlin/dapd. 

Flocken fielen am Montag in den neuen Bundesländern und der südlichen Hälfte der Republik, im Bergland gab es die Gefahr von Schneeverwehungen, wie Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst am Montag in Offenbach sagte. Bei zahlreichen Unfällen auf glatten Straßen gab es Verletzte und vereinzelt auch Tote. Viele Züge fuhren mit Verspätung.

Für das Erzgebirge und Teile Thüringens warnte der Wetterdienst vor Unwettern. Bei starkem bis stürmischem Wind wurden im Laufe des Montags 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee erwartet. Auch für Dienstag und sei dank des Tiefdruckgebiets „Marie“ mit weiteren Schneefällen zu rechnen, sagte Meteorologe Ruppert. Besonders im Süden und Osten werde es schneien.

Ab Mittwoch sorgt ein Hochdruckgebiet im Süden für etwas Ruhe, während in den anderen Teilen des Landes mit Schnee zu rechnen ist. Am Wochenende soll es regnen und die Temperaturen werden milder. „Sonntag wird es über all Temperaturen über null Grad geben“, sagte Ruppert.

Lastwagen schlittert in Gegenverkehr

Auf glatten und schneebedeckten Straßen kam es am Montag zu vielen Beulen in Autos, Fußgänger schlitterten über rutschige Gehwege und Autos quälten sich in den Städten durch den Schneematsch. Mehrere Unfälle endeten tödlich. So starb am Montagmorgen ein 54-jähriger Autofahrer auf der Bundesstraße 289 im bayrischen Landkreis Hof, nachdem ein Lastwagen auf schneeglatter Straße in den Gegenverkehr geraten und mit seinem Wagen zusammengeprallt war.

Im Osten von Rheinland-Pfalz fuhr ein 38-Jähriger auf der Autobahn 63 mit seinem Pkw auf glatter Fahrbahn auf einen Lastwagen am Stauende auf und starb. Einige Straßen im Harz wurden nach Angaben der Polizei wegen umgestürzter Bäume oder querstehender Lastwagen gesperrt.

Auf den Bahnstrecken drosselten viele ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn ihr Tempo. Deshalb könne es zu Verspätungen kommen, sagte eine Bahnsprecherin der Netzleitzentrale in Frankfurt am Main. Sie riet allen Reisenden, sich vor der Fahrt auf der Internetseite der Bahn über mögliche Behinderungen zu informieren. Zugausfälle gebe es derzeit im Fernverkehr aber nicht. Viele Berliner mussten dagegen länger in der Kälte auf ihre S-Bahnen warten, weil ein Zug wegen technischer Probleme seine Fahrt unterbrechen musste und andernorts eine Weiche nicht richtig funktionierte.

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