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Wetter: Tief «Rita» sorgt im Osten für Wärmerekorde

Uhr | Aktualisiert 25.12.2012 22:30 Uhr

Menschen sitzen am 25. Dezember in München im Biergarten des Seehauses im Englischen Garten. (FOTO: DPA)

Nach Freiburg hat nun auch Berlin einen Wärmerekord zu Weihnachten geknackt: 12,7 Grad wurden am ersten Weihnachtsfeiertag in der Wetterstation am Flughafen Tempelhof gemessen.
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Offenbach/Berlin/dapd. 

Damit war es in Berlin so warm wie nie zuvor an einem 25. Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in der Region im Jahr 1876, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf dapd-Anfrage mitteilte.

Anders als im Süden waren die Temperaturen im Osten Deutschlands erst am Dienstag gestiegen: Im sächsischen Garsebach bei Meißen kletterte das Quecksilber dank Randtief „Rita“ etwa auf frühlingshafte 16,2 Grad. Im brandenburgischen Cottbus wurde laut DWD eine Rekordtemperatur von 14,3 Grad erreicht - so warm war es in der brandenburgischen Stadt am 25. Dezember noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Im Süden Deutschlands, wo die Temperaturen am ersten Weihnachtsfeiertag ähnlich hoch ausfielen wie im Osten, war es dennoch vielerorts kühler als an Heiligabend: In Freiburg, wo am Montag laut DWD der „offizielle Allzeitrekord für den Heiligen Abend“ mit 18,9 Grad gemessen wurde, lag die Höchsttemperatur am ersten Weihnachtstag bei 15,1 Grad.

Deutschlandweit am wärmsten war es am Dienstag nach Angaben des DWD in Stuttgart. In der Landeshauptstadt wurden 17,7 Grad gemessen. Der bisherige Allzeitrekord für einen 25. Dezember in Deutschland liegt den Angaben zufolge bei 18,4 Grad 1983 in Baden-Baden.

Zwtl.: Wasserstand des Mains steigt voraussichtlich weiter

Schmelzender Schnee und starker Regen sorgten am Dienstag in Teilen Deutschlands indes weiter für hohe Wasserstände. In Bayern gab es an vielen Main- und Donauzuflüssen sowie an Main und Donau kleinere Ausuferungen und überschwemmte Äcker und Wiesen, wie der Hochwassernachrichtendienst in Augsburg mitteilte.

Auch in Teilen Baden-Württembergs hielt das Hochwasser an. Der Wasserstand des Mains bei Wertheim werde voraussichtlich auch am zweiten Weihnachtstag weiter steigen, teilte die Hochwasservorhersagezentrale am Dienstag in Karlsruhe mit. Am Nachmittag wurde am Main bei Wertheim ein Wasserstand von rund 3,5 Metern gemessen. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt meldeten die Hochwasserzentralen für mehrere Flüsse erhöhte Pegel. So galt in Sachsen an 7 von 105 Pegeln Hochwasser.

Zwtl.: Höchstwerte von bis zehn Grad erwartet

Die Hochwasserlage in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen entspannt sich hingegen wieder. Nach kurzzeitiger Sperrung des Rheins zwischen Maxau und Düsseldorf wurde der Abschnitt am Dienstagnachmittag wieder eingeschränkt für die Schifffahrt freigegeben, nachdem der Pegel bei Maxau wieder unter die kritische Marke von 7,50 Metern gefallen war, wie ein Sprecher des Hochwassermeldezentrums in Mainz auf dapd-Anfrage sagte.

Zum Ende der Woche sinken die Temperaturen in Deutschland: Mit Höchstwerten zwischen zwei Grad an der Ostseeküste und zehn Grad am Oberrhein werde es am Freitag nicht mehr ganz so mild wie bisher, teilte der DWD mit. Am Mittwoch sollen die Höchsttemperaturen noch bei sechs bis zwölf Grad und am Donnerstag zwischen 5 und 14 Grad liegen.

Am Freitag muss im Norden wieder mit glatten Straßen gerechnet werden. Die Schneefallgrenze sinkt dann auch wieder „auf die in einem typischen deutschen Winter üblichen Werte zwischen 400 und 800 Meter“.

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