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US-Wahlkampf: Modedesigner rührt die Werbetrommel für Obama

Uhr | Aktualisiert 10.02.2012 12:49 Uhr
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US-Präsident Barack Obama

US-Präsident Barack Obama (FOTO: DPA)

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Der Wahlkampf des Politikers müsse für einen gewissen Coolness-Faktor sorgen, meint Hollywoodstar Scarlett Johansson. Dafür sorgen wollen 27 Modedesigner, die unter anderem T-Shirts und Stoffbeutel mit dem Logo des Obama-Wahlkampfs entworfen haben.
New York/dapd. 

Hollywoodstar Scarlett Johansson ist sich sicher: «Wandel passiert nicht über Nacht. Er braucht Zeit.» Daher sollte ihrer Ansicht nach Barack Obama bei der Präsidentschaftswahl im November eine zweite Amtszeit bekommen. Der Wahlkampf des Politikers müsse für einen gewissen Coolness-Faktor sorgen, meint die Schauspielerin. Dafür sorgen wollen 27 Modedesigner, die unter anderem T-Shirts und Stoffbeutel mit dem Logo des Obama-Wahlkampfs entworfen haben. Der Erlös aus den Online-Verkäufen fließt in die Wahlkampfkasse Obamas.

Die Initiative «Runway to Win» (Laufsteg zum Sieg) wurde von der Chefredakteurin der amerikanischen Ausgabe der Zeitschrift «Vogue», Anna Wintour, ins Leben gerufen. Für ihr Projekt konnte die Obama-Anhängerin führende Vertreter der Modeszene gewinnen, darunter die Designer Vera Wang und Marc Jacobs. Auch Sängerin Beyoncé zählt zu den Unterstützern. Sie entwarf zusammen mit ihrer Mutter Tina Knowles ein T-Shirt mit Slogans wie «I'm in!» (Ich bin dabei), das für 45 Dollar zu haben ist.

«Designer sind wie Träumer»

Modedesigner könnten in diesem Wahljahr «sehr hilfsbereit» sein, sagte Wintour bei der Vorstellung von «Runway to Win» wenige Tage vor Beginn der New Yorker Fashion Week. Die Teilnehmer ihres Projekts gingen «weit über ihre Pflicht hinaus». Eigentlich sollten die Designer gerade an ihren neuen Shows arbeiten, erklärte Wintour.

Nicht nur in den USA wahlberechtigte Modeschöpfer unterstützen den Wahlkampf Obamas. Der Belgier Olivier Theyskens vom Modehaus Theory sagte, «Designer sind wie Träumer. Deshalb ist es gut, wenn wir manchmal in die Politik gehen, in die Realität, in die reale Zukunft. Ich kann hier (in den USA) nicht wählen, aber ich kann sagen, was ich denke», sagte er.

«Sie sind so unmodisch!»

Dass die zur Unterstützung Obamas entworfenen Modeartikel nicht den Geschmack seiner republikanischen Herausforderer treffen, ist logisch. Berichten zufolge äußerten einige Republikaner Bedenken, das Projekt «Runway to Win» könnte gegen die Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen. Obamas Wahlkampfteam hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

«Sie sind so unmodisch!», sagte die 27-jährige Johansson, die in New York die Werbetrommel für «Runway to Win» rührte, über die Republikaner. Ihr Favorit Obama und seine Frau Michelle hingegen verfügten über eine «sportliche Coolness». Sie seien «ein sehr stylisches Paar».

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