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Rheinland-Pfalz: Fassade eines Hauses stürzt nach Explosion ein

Uhr | Aktualisiert 15.01.2013 17:50 Uhr

Gutachter stehen am 15.01.2013 in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) vor der eingestürzten Fassade eines Wohnhauses. Die Fassade des Mehrfamilienhauses war am Dienstagmorgen aus zunächst unbekannten Gründen komplett eingestürzt. Die acht Bewohner blieben nach Angaben der Polizei unverletzt. (FOTO: DPA)

Plötzlich war die Hauswand weg - in Frankenthal kracht die Außenwand eines dreistöckigen Hauses komplett ein. Die Bewohner kommen mit dem Schrecken davon. Ursache ist offenbar eine Explosion.
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Frankenthal/Ludwigshafen/dpa. 

Schock am Morgen für die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Frankenthal: Eine Explosion hat die Fassade des dreistöckigen Gebäudes am Dienstag weggesprengt. „Es grenzt an ein Wunder, dass alle der fünf anwesenden Bewohner unverletzt blieben“, sagte der Leiter der Feuerwehr Frankenthal, Harry Jauch. „Das Ganze sieht aus wie ein offenes Puppenhaus“, berichtete eine Polizeisprecherin in Ludwigshafen. Nach Angaben der Beamten entstand ein Schaden von mindestens 250.000 Euro.

Lange war unklar, ob wirklich eine Explosion die Außenwand zum Einsturz brachte. Noch am Vormittag hatte es laut Polizei geheißen, statische Mängel könnten die Ursache sein. Als Ermittler das Haus erneut unter die Lupe nahmen, fanden sich der Polizeisprecherin zufolge jedoch Hinweise für eine schwache Explosion vermutlich im zweiten Stock. Dort hatten die Wehrleute noch einen kleinen Brand löschen müssen. Der konkrete Ablauf sei aber weiterhin unklar. Brandgutachter ermitteln nun, wie genau es zu der Explosion kam.

Ihm habe sich ein Anblick wie nach einer Naturkatastrophe geboten, als er im Morgengrauen eingetroffen sei, berichtete Jauch, der als einer der ersten am Unglücksort war. Ein Bett sowie Schränke seien von der Straße aus zu sehen gewesen. Die Fassade des Hauses habe in Trümmern auf dem Gehsteig gelegen. Nach Angaben einer Sprecherin der Stadt ist noch unklar, ob die Wand wieder hochgezogen werden kann oder ob das ganze Haus abgerissen werden muss. Die insgesamt acht Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Sie kamen allesamt bei Verwandten unter.