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Ratgeber: Wie man Streit und Stress an Weihnachten vorbeugt

Uhr | Aktualisiert 16.12.2012 10:03 Uhr

Eine gute Zeitplanung und realistische Erwartungen an das Fest können Stress und Streit an Weihnachten verhindern. (FOTO: DPA)

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Weihnachten ist das Fest der Liebe? Und warum endet es bei vielen dann alle Jahre wieder im Streit? Ganz einfach: Heiligabend soll das perfekte Familienfest sein. Das sorgt natürlich für Stress. Und der wiederum für Zoff. Wie lässt sich das vermeiden?
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Braunschweig/DPA. 

Vor Weihnachten müssen noch tausend Dinge erledigt werden: Geschenke kaufen, den Baum schmücken und das Festessen vorbereiten. Kein Wunder, dass es bei dem Stress in Familien schnell Streit gibt. Vorbeugen lässt sich mit einer guten Zeitplanung, sagte die Psychologin Ann-Katrin Job aus Braunschweig der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Plan sollte jedes Familienmitglied miteinbeziehen: „Ganz konkret könnte festgelegt werden - vielleicht sogar aufgeschrieben werden - wer für welchen Tag einkauft, wer sich um die Geschenke kümmert, wer den Weihnachtsbaum holt und wann dieser von wem wie geschmückt werden soll.“

Partner könnten außerdem Verwöhnabende für sich planen. Dazu legen sie in eine Schmankerldose Zettel mit kleinen Wünschen - etwa eine Nackenmassage oder ein Spaziergang. „Der jeweils andere kann dann einen Wunsch herausnehmen und erfüllen. Das steigert die Zufriedenheit“, sagte Job.

Ein Grund für die Streitereien seien vor allem zu hohe Erwartungen an ein harmonisches Fest: „Wünsche und Erwartungen werden dem anderen nicht mitgeteilt, sondern als bekannt vorausgesetzt. Mein Partner soll mir die Wünsche von den Augen ablesen.“ Gelinge das nicht, sei der andere enttäuscht.

Ein weiterer Grund für vermehrte Streitigkeiten an Weihnachten ist laut Job, dass Paare und Familien über die Weihnachtstage oft mehr Zeit miteinander verbringen als sonst. „Das führt dazu, dass Konflikte, wie unterschiedliche Vorstellungen über die Kindererziehung oder gemeinsame Aktivitäten, deutlich werden.“

Kommt es doch zum Streit, sollten die Beteiligten die Probleme so konkret wie möglich benennen - ohne dem anderen Vorwürfe zu machen. „Wenn es zu Streitigkeiten kommt, ist der Frust im ersten Moment natürlich da. Dieses Gefühl lässt sich nicht steuern.“ Doch bevor es zum Eklat kommt, ist es besser, mit dem Partner später in Ruhe zu reden. Dann kann man ihm erklären, was zur Enttäuschung geführt hat und überlegen, wie sich so etwas künftig vermeiden lässt.