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Oster-Rituale: Eltern und Kinder sollten miteinander reden

Fürth/dpa. -

«Festessen und Osterspaziergänge sind vielleicht noch angemessen, während das Verstecken von Osternestern als zu kindisch empfunden wird», sagt der Diplompsychologe Andreas Engel. Eine pauschale Vorgabe sei dies aber nicht: «Mancher 20-Jährige nimmt trotzdem noch gerne Schoko-Eier entgegen.» Eltern fragen ihren Nachwuchs daher am besten vorher, mit welchen Ritualen er sich anfreunden kann.

Sind die Kinder schon ausgezogen, sei es durchaus üblich, dass sie die Feiertage zu Hause verbringen: «Viele haben ja mit ihrem Auszug eine neue Perspektive auf ihre Eltern entwickelt, und das Verhältnis ist etwas entspannter.»

Dass viele eine starke Ambivalenz beim Familienbesuch empfänden, sei normal: «Einerseits kommt man gerne zurück, andererseits gehen einem viele Dinge schnell auf den Keks», sagt Engel, der stellvertretender Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) in Fürth ist. Problematisch seien Situationen, in denen Kinder nur noch Mutter oder Vater zuliebe nach Hause kommen, weil sie sonst zu große Schuldgefühle plagen. «Das muss in deutliche Worte gefasst und eine andere Lösung gefunden werden.»