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Nach Unfall mit Gefahrgut-Lkw: A9 bei Bad Dürrenberg wieder frei

Verunglückter Gefahrguttransporter auf der A9

Verunglückter Gefahrguttransporter auf der A9

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Autobahnpolizei Weißenfels

Weißenfels -

Die Autobahn 9 ist nach einem Lkw-Unfall zwischen dem Kreuz Rippachtal und der Abfahrt Bad Dürrenberg wieder passierbar. Wie die Polizei mitteilte, werde der Verkehr Richtung Berlin an der Unfallstelle vorbei geleitet, Richtung München seien seit 9.15 Uhr alle Spuren der Autobahn wieder frei.

Der Sattelzug auf dem Weg Richtung Berlin war gegen 4.50 Uhr in den Straßengraben geraten. Der 58-jähriger Fahrer aus Mecklenburg-Vorpommern wurde dabei verletzt und kam ins Krankenhaus nach Weißenfels. Die Ursache des Unfalls sei derzeit noch unklar.

Nach Angaben der Autobahnpolizei in Weißenfels hat der Sattelzug 19 Paletten mit Spraydosen geladen sowie eine Palette mit Krankenhausabfällen, darunter sei auch radioaktives Material. Nach Angaben von Veit Raczek, Sprecher der Autobahnpolizei, sei das radioaktive Material aber sicher verpackt. Spezialisten der Feuerwehr hätten die Ladung überprüft und auch Messungen unternommen. "Dabei wurde festgestellt, dass durch die Ladung keine Gefahr für Personen oder für die Umwelt ausgeht." Bei dem radioaktiven Stoff handele es sich um Medikamente. Die gesamte Ladung gelte als Gefahrgut.

Aus diesem Grund war die Autobahn an der Unfallstelle am frühen Morgen im Radius von 100 Meter abgeriegelt worden, weshalb auch der Verkehr in Gegenrichtung nach München gestoppt worden war. In Richtung Berlin wurde der Verkehr zwischenzeitlich über die A38 umgeleitet.

Der Sattelzug stehe zurzeit noch im Straßengraben, teilte die Polizei gegen 12 Uhr mit. Der Spediteur habe zur Bergung einen Abschleppdienst beauftragt, wie lange der für die Bergung des Sattelzugs braucht, sei noch nicht absehbar.

(mz/ze/wsl)