Im Kampf gegen die illegale Einwanderung hat Griechenland seine Landgrenzen weiter gesichert. Am Samstagabend wurde ein 10,4 Kilometer langer Sperrzaun an der Grenze zur Türkei fertig, wie die Athener Nachrichtenagentur AMNA am Sonntag meldete.
Der Zaun sei vier Meter hoch und solle ohne Ausrüstung unüberwindbar sein, sagte der beauftragte Bauunternehmer Petros Darges der Agentur. Er verläuft entlang dem einzigen Abschnitt, wo die Grenze nicht vom Fluss Evros (türkisch: Meriç) gebildet wird.
Mit dem Bau der stacheldrahtbewehrten Sperranlage konnten die Behörden des EU-Außenpostens ein wichtiges Schlupfloch für Flüchtlinge schließen. Problematisch bleibt gleichwohl die Seegrenze, wegen der zahllosen Inseln und Inselchen. Immer wieder versuchen Flüchtlinge und Armutsmigranten Griechenland auf dem Seeweg zu erreichen. Oft mit tragischen Folgen: Am Freitag sank vor der Insel Lesbos in der Ostägäis ein Flüchtlingsboot mit 28 Menschen an Bord. Bislang wurden 21 von ihnen tot und nur einer lebend geborgen.