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Die Hassliebe zur Großstadt: Gehört Leipzig zu den unbeliebtesten Wohnorten?

Gewandhaus in Leipzig

Das Leipziger Gewandhaus

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dpa

Berlin -

Der Berliner ist ja so: Der nölt und meckert ständig über seine Stadt - und würde trotzdem niemals wegziehen. Er lästert über Hundeverbot am See, verspießerte Hausbesetzer, Verwaltungschaos - und das Berghain ist auch nicht mehr das, was es mal war. Zugleich liebt er seine Stadt für „die besten Clubs der Welt“, Street Art, Multikulti und die raue Berliner Schnauze. Die Hauptstadt hinterlässt so ein seltsam zwiegespaltenes Gefühl. Und das nicht nur bei den „Einheimischen“.

Fragt man die Deutschen, in welcher Großstadt sie am wenigsten gern leben wollen, landet Berlin ganz oben. Die wilden Jahre sind vorbei, die Hauptstadt hat an Charme eingebüßt. Hipster-Limonade und Cafés mit Flohmarktmöbeln gibt es anderswo auch.

111 Gründe um Berlin zu hassen

„Berlin ist nicht nur Scheiße. Es ist noch beschissener, als es war“, sagt Schriftsteller Kristjan Knall. Er hat 111 Gründe gefunden, Berlin zu hassen. „Jeder, der mindestens noch das Hirn einer Ratte hat, verlässt das sinkende Schiff - jetzt“, ist sein Rat. Seine Hasserklärung an Currywurst mit Darm, Absturzclubs und Prenzlberg- Muttis erscheint als Anti-Reiseführer am 1. März.

Doch zieht die Karawane wirklich weiter nach Leipzig, das schon länger als das „neue“ Berlin gehandelt wird? Der Umfrage der Meinungsforscher von YouGov zufolge nicht. „Hypezig“ landet in der Rangliste der unbeliebten Wohnorte überraschend auf Platz zwei. Im Vergleich zur letzten Umfrage vor drei Jahren stürzen auch die Pediga-„Heimatstadt“ Dresden und Köln deutlich ab.

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