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Berlin: Geiselnahme in Bank war geplant

Uhr | Aktualisiert 22.12.2012 15:14 Uhr
Nach einer unblutig beendeten Geiselnahme stehen Einsatzkräfte der Polizei vor der Bankfiliale im Stadtteil Zehlendorf in Berlin. (FOTO: DPA) 
Nach dem unblutigen Ende einer fast zehnstündigen Geiselnahme in einer Berliner Bank soll vermutlich noch am Samstag Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter ergehen.
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Berlin/dpa. 

Der 29 Jahre alte Mann aus Wolfsburg in Niedersachsen sei geständig, sagte Oberstaatsanwalt Jörg Raupach am Samstag im Polizeipräsidium.

Nach ersten Ermittlungen hatte der vermutlich verschuldete Mann eine blaue Sporttasche dabei, deren Inhalt er als Bombe deklarierte. In Wahrheit waren in der Tasche drei Kilogramm Mehl. Als Waffe habe er eine Schreckschusspistole mit sich geführt. Geplant sei die Tat eigentlich bereits am Vortag gewesen. Während der fast zehn Stunden bis zur Aufgabe habe er die Geisel „sehr anständig“ behandelt, sagte Einsatzleiter Jochen Sindberg. Er habe stets betont, dass er dem Mann nichts antun wolle.

Der Täter hatte am Freitagnachmittag bei einem Banküberfall im Berliner Stadtteil Zehlendorf einen 40 Jahre alten Bankangestellten in seine Gewalt gebracht. Erst nach langen Verhandlungen mit der Polizei ließ er gegen 1.30 Uhr am frühen Samstag sein Opfer frei und ließ sich dann widerstandslos festnehmen.

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