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«Punxsutawney Phil»: Murmeltier sagt baldiges Winter-Ende voraus

Uhr | Aktualisiert 02.02.2013 19:42 Uhr
Nahaufnahme vom Wetter-Orakel Punxsutawney Phil. (FOTO: DPA) 
Murmeltier „Phil“ hat am Samstag ein baldiges Winterende in den USA prophezeit. Wie jedes Jahr am 2. Februar, dem traditionellen Murmeltiertag, diente das Verhalten des Tieres als Wetter-Orakel für die nächsten Wochen.
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Washington/dpa. 

Großer Jubel am „Groundhog Day“ in Punxsutawney: Murmeltier „Phil“ hat am Samstag ein baldiges Winterende in den USA prophezeit. Wie jedes Jahr am 2. Februar, dem traditionellen Murmeltiertag, diente das Verhalten des Tieres als Wetter-Orakel für die nächsten Wochen.

„Phil“ wurde traditionsgemäß bei Sonnenaufgang vom Präsidenten des Murmeltiervereins aus seinem Bau gezogen. Die Regel lautet: Sieht das Tier seinen Schatten und zieht sich erschrocken zurück, müssen sich die Menschen auf sechs Wochen mehr Winter einstellen. Sieht er ihn nicht, weil der Himmel bewölkt ist, dann liegt Frühling in der Luft. Diesmal habe der Nager „einen baldigen Frühling für alle von uns vorausgesagt“, sagte der Präsident.

Das Murmeltier „Punxsutawney Phil“ prognostiziert seit 127 Jahren am 2. Februar mit seinem Schatten die Dauer des Winters. Der sogenannte „Groundhog Day“ ist spätestens seit dem Kinofilm mit dem deutschen Titel „Und täglich grüßt das Murmeltier“ von 1993 weltberühmt. Und das, obwohl auf den orakelnden Nager aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania alles in allem nicht wirklich Verlass ist.

Vor allem zuletzt lag Phil mehrfach kräftig daneben. 2011 prophezeite er einen baldigen Frühling - kurz darauf fegte ein heftiger Schneesturm über Teile des Landes. Der Volksmund taufte das Unwetter fortan höhnisch „Groundhog Day Blizzard“. So richtig auf dem Holzweg befand sich Phil aber im vergangenen Jahr. Der Vorhersage eines langen Winters bis Mitte März folgte das wärmste Jahr, das in den USA je gemessen wurde.

Für die US-Klimabehörde NOAA, die die Temperaturen mit wissenschaftlichen Methoden ermittelt, ist das Grund genug, an der Aussagekraft des lebendigen Barometers zu zweifeln. „Es ist nicht wirklich eine kluge Idee, den Schatten eines Murmeltiers als Vorhersage für das Wetter in den gesamten USA zu nehmen“, werden die NOAA-Experten nicht müde zu betonen. Ob die Organisation in Wirklichkeit die Konkurrenz des pelzigen Wetterfroschs fürchtet?

Jennifer Carfagno vom US-Fernsehsender „The Weather Channel“ sieht in Phil keinen Rivalen. „Immer wenn ich dabei war, hat er ohnehin falsch gelegen“, sagt die Meteorologin scherzhaft. Tatsächlich trafen seine Prophezeiungen bisher in nur 39 Prozent der Fälle ein, heißt es auf der offiziellen „Groundhog Day“-Website. Das ist fürwahr keine gute Trefferquote.

Den Anhängern von „Punxsutawney Phil“ ist die Statistik aber herzlich egal. Phil sei um ein Vielfaches süßer als jeder Meteorologe bei der NOAA, sagen die. „Es macht überhaupt nichts, dass Phil ab und zu daneben liegt“, findet auch Carfagno. Ohnehin gehe es am „Groundhog Day“ vielmehr um das Drumherum.

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