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Afghanistan: 43 tote Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan

Uhr | Aktualisiert 15.04.2010 19:10 Uhr
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Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes Anfang 2002 sind insgesamt 43 Bundeswehrsoldaten am Hindukusch ums Leben gekommen. Nachfolgend dokumentiert die Nachrichtenagentur ddp die schwersten Fälle:
Berlin/ddp. 

6. März 2002: Zwei deutsche und drei dänische Soldaten sterben in Kabul beim Entschärfen einer Flugabwehrrakete.

21. Dezember 2002: Sieben deutsche Soldaten kommen bei einem Hubschrauberabsturz in der afghanischen Hauptstadt ums Leben.

29. Mai 2003: Ein Soldat stirbt, als ein Fahrzeug in Kabul auf eine Mine stößt. Ein weiterer wird verletzt.

7. Juni 2003: Bei einem Attentat eines Selbstmordkommandos auf einen deutschen Militärbus werden vier Bundeswehrsoldaten getötet und 29 weitere zum Teil schwer verletzt.

25. Juni 2005: Zwei Bundeswehrsoldaten werden bei einer Munitionsexplosion in Rustaq, etwa 120 Kilometer von Kundus entfernt, getötet. Drei weitere werden verletzt.

14. November 2005: Ein Soldat stirbt in Kabul, als der Geländewagen in der Nähe einer UN-Einrichtung von einem Selbstmordattentäter angegriffen wird. Ein weiterer Soldat wird schwer und ein dritter leicht verletzt.

19. Mai 2007: Bei einem Selbstmordanschlag auf einem belebten Markt in Kundus werden drei Bundeswehrsoldaten getötet und fünf weitere zum Teil schwer verletzt.

6. August 2008: Drei Soldaten werden bei Kundus durch einen Selbstmordanschlag verletzt. Einer von ihnen stirbt 2009 an den Spätfolgen.

27. August 2008: Nahe Kundus fährt ein Bundeswehr-Fahrzeug in eine Sprengfalle. Ein Bundeswehrsoldat erliegt seinen Verletzungen, drei weitere werden leicht verletzt.

20. Oktober 2008: Bei einem Selbstmordanschlag bei Kundus sterben zwei Bundeswehrsoldaten sowie fünf Kinder.

29. April 2009: Zwei Anschläge nahe der nordafghanischen Stadt Kundus mit nur wenigen Stunden Abstand. Dabei wird ein Soldat getötet und insgesamt neun weitere verletzt. Erstmals kommt ein deutscher Soldat bei einem direkten Feuergefecht mit den Taliban ums Leben.

23. Juni 2009: Im Rahmen einer gemeinsamen Operation deutscher und afghanischer Sicherheitskräfte gerät die Bundeswehr sechs Kilometer südwestlich der Stadt Kundus in ein Feuergefecht. Bei dem Ausweichmanöver eines «Fuchs»-Transportpanzers sterben drei Soldaten.

2. April 2010: Die Bundeswehr wird beim Räumen von Sprengfallen bei Kundus von Taliban angegriffen und in mehr als zehnstündige Kämpfe verwickelt. Drei Soldaten fallen. Acht weitere werden verwundet, vier von ihnen schwer.

15. April 2010: In der südlichen Nachbarprovinz von Kundus wirdnahe Baghlan eine Patrouille angegriffen. Vier Soldaten kommen dabei ums Leben, fünf werden verletzt.