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Test: Filme im Netz ruckeln oft

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Kinofilm «Fünf Freunde» am Strand. Laut einem Test haben Online-Filme oft schlechte Qualität. (SYMBOLFOTO: DPA)

Videos online anzuschauen, wird immer bequemer. Laut einem Test bietet allerdings nicht jede Online-Videothek große Auswahl, gute Qualität und günstige Preise.
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Hamburg/dapd. 

Videos anzuschauen, wird immer bequemer. Aktuelle Kinofilme, Klassiker und Serien könnten per Internet direkt ins Wohnzimmer auf das Smart-TV-Gerät geladen werden, berichtet die Zeitschrift „Computerbild“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Allerdings biete nicht jede Online-Videothek große Auswahl, gute Qualität und günstige Preise.

In einem Test hatte die Zeitschrift einen Warenkorb von 100 Leihfilmen in HD-Qualität zusammengestellt. Die Hälfte der Titel sei beim Testsieger iTunes verfügbar gewesen. Dagegen sei die Ausbeute in Googles PlayStore mit 17 von 100 bescheiden gewesen. Bei der Preisgestaltung ähnelten sich die Anbieter. Mit durchschnittlich knapp fünf Euro seien die Leihfilme recht teuer. Auch Filme in Online-Videotheken zu kaufen, empfehle sich nicht, schreibt „Computerbild“. In allen getesteten Fällen habe der Kaufpreis bis zu acht Euro über dem Preis für eine Blu-ray aus dem Laden gelegen.

Bedienung kann kompliziert sein

Bei den Bedienkonzepten gebe es erhebliche Unterschiede zwischen den Anbietern. Apple etwa navigiere den Nutzer sehr einfach zum Wunschfilm. Meist genüge es schon, die ersten drei Buchstaben einzugeben, um den Titel zu finden. Dagegen verzeihe der zweitplatzierte Anbieter Maxdome keine Fehler, berichtet die Zeitschrift. Wer sich einmal vertippt, müsse den gesuchten Film aus einer Liste von 100 Treffern filtern. Die neueste Software der Sony PlayStation 3 bringe zudem keine Umlaute mehr mit. Beim Media-Markt-Videodownloadshop wiederum störe die langsame Bedienung per Inverto Volksbox. Die Möglichkeit, Kapitel zu überspringen oder schneller als achtfach vorzuspulen, gebe es nicht.

Generell empfiehlt die Zeitschrift Nutzern von Video on demand mindestens einen DSL-6000-Internetanschluss. Für Leihfilme in hoher Auflösung sollte es sogar ein DSL-16000-Anschluss sein. Doch selbst dann könne es zur Rucklern kommen, vor allem bei Kameraschwenks. Im Test seien nur die HD-Filme (720p) von Maxdome völlig ruckelfrei auf den Fernsehschirm zu sehen gewesen. Bei allen anderen Anbietern habe es immer wieder stotternde Bewegungen gegeben.