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Arbeit und Privates: PC-Programme gegen „Aufschieberitis“

Uhr | Aktualisiert 30.11.2012 15:21 Uhr
Das Internet ist nützlich, lenkt aber auch von der Arbeit ab. Gegen „Aufschieberitis“ gibt es aber nützliche PC-Programme. (FOTO: DPA) 
Das Internet ist nützlich, aber es verleitet dazu, Filme zu gucken, Mails zu checken oder auf Facebook vorbeizuschauen. Die Arbeit kommt dabei oft zu kurz. Mit nützlichen PC-Tools können User die „Aufschieberitis“ aber bekämpfen.
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HALLE (SAALE)/MZ/DPA/DMN. 

Das Internet ist nützlich, aber es verleitet dazu, Filme zu gucken, Mails zu checken oder auf Facebook vorbeizuschauen. Die Arbeit kommt dabei oft zu kurz. Mit nützlichen PC-Tools können User die „Aufschieberitis“ aber bekämpfen.

Worum geht's noch mal? Ach ja: Viele kleine Ablenkungen bremsen die Arbeit am Computer. Alle paar Minuten poppen E-Mails auf, das Lieblings-Nachrichtenportal im Netz berichtet von dramatischen Ereignissen in der Welt, und nur einen Klick weiter lockt ein Pausen-Chat mit den Facebook-Freunden. Da wird es ganz schön schwer, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. Einige Programme versprechen Hilfe im Kampf gegen die Ablenkung. Ganz ohne Selbstdisziplin geht es aber nicht.

Wahrscheinlich ist es ein schwacher Trost: Dass wir Menschen uns so leicht ablenken lassen, ist ein Resultat der Evolution. Wenn sich in der Umgebung etwas bewegt, richtet sich die Aufmerksamkeit darauf - Orientierungsreaktion nennen das Psychologen. Früher diente das dem Überleben. Es könnte ja ein Säbelzahntiger um die Ecke biegen.

Lebensgefährliche Bedrohungen gibt es im Büroalltag kaum. Doch der Instinkt bleibt. Und er werde in der "schnelllebigen Arbeitswelt" mit zahlreichen Ablenkungen gefüttert, sagt Andreas Zimber von der Fachhochschule Heidelberg. Etwa den immer wieder aufblinken E-Mails. Hinzu kommt: „Weil das Medium so schnell ist, erwarten alle, dass man auch schnell antwortet“, sagt der Professor für Wirtschaftspsychologie.

Daraus ergeben sich zwei Probleme. Zum einen fehle häufig die Konzentration für wichtige Aufgaben, sagt Zimber. Wer sich auf ein Thema konzentriert, arbeitet effizienter, muss sich aber trotzdem weniger anstrengen. „Aus Befragungen wissen wir, dass Unterbrechungen der Arbeit als eine Haupt-Störungsquelle gelten.“ Zum anderen böten die vielen Ablenkungen dankbare Gelegenheiten, um unliebsame Punkte auf der To-do-Liste aufzuschieben: „Da regiert das Lustprinzip, ich wähle die angenehme Aufgabe“, weiß Zimber.

Was also tun? Gegen „Aufschieberitis“ können PC-Programme helfen. Wir stellen ein paar von ihnen vor.

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