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Winterwetter: Harz für Besucheransturm gerüstet

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Eis und Schnee haben die Landschaft im Oberharz wie hier in Schierke im Landkreis Harz in eine Winterlandschaft verwandelt. (FOTO: DPA) 
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Der Harz ist für einen Besucheransturm gerüstet. Am Wochenende locken viele Stunden Sonne, aber wenig Schnee. Danach droht Schmuddelwetter.
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Goslar/Benneckenstein/Brocken/dpa. 

Bevor die Temperaturen am Wochenanfang wieder über den Gefrierpunkt klettern, erwartet der Harz am Wochenende noch einmal viele Wintersportler, Ausflügler und Wanderer. „Die Aussicht auf einen ganzen Tag voller Sonne lockt immer viele Besucher“, sagte eine Sprecherin des Harzer Tourismusverbandes (HTV) am Freitag in Goslar der Nachrichtenagentur dpa. „Schnee haben wir zwar nicht so viel, aber Winterwanderer und Rodler finden tolle Bedingungen vor.“

Am Samstag sollen zu den 78,4 von 466,8 gespurten Loipenkilometern noch weitere hinzukommen und mehr Lifte öffnen. „Die Betreiber, Orte und die Nationalparkverwaltung wollen alles möglich machen“, sagte die Sprecherin. Aktuell seien im Harz 12 von 23 Liften geöffnet.

Marc Kinkeldey von der Wetterwarte auf dem 1141 Meter hohen Brocken macht den Touristen zunächst Mut. „Samstag haben wir fast überall Sonnenschein und herrliches Winterwetter. Am Sonntag strömen von Westen aber wärmere Luft und Wolken nach Sachsen-Anhalt“, sagte der Wetterdiensttechniker. In der klaren Nacht zu Samstag zeige das Thermometer vielerorts minus 15 Grad, von Montag an werde wohl nur noch auf dem Brocken Frost herrschen. „Wir erleben zum Wochenbeginn einen Wetterwechsel“, sagte Kinkeldey. Es wird mild, regnerisch und erinnere stark an das Wetter von Weihnachten und Silvester, sagte er. Derzeit bedecke den Harzgipfel eine 17 Zentimeter dicke Schneedecke.

Wenig weiße Pracht gibt es am Wochenende auch für die Starter beim Schlittenhunderennen in Benneckenstein. Um die wenigen Zentimeter Schnee richtig nutzen zu können, würden auf einer Wiese zwei große Schleifen mit einer Gesamtlänge von 4,2 Kilometern gefahren, sagte Rennleiter Helmut Gottschlich. „Durch den Wald geht es nicht, da liegt kein Schnee.“ 35 Starter hätten sich angemeldet. Erstmals kümmert sich der Sachsen-Anhalter-Schlittenhundesport-Clubs (SASC) um das Rennen, zu dem mehrere Tausend Zuschauer erwartet werden.

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